Die deutsch-französische Kooperation in Afrika: Bilanz einer Konferenz zum Klimawandel

Die deutsch-französische Kooperation in Afrika: Bilanz einer Konferenz zum Klimawandel

Am 1. und 2. Juni 2015 fand auf Initiative der Abteilung für Wissenschaft und Technologie im Auditorium der Französischen Botschaft in Berlin eine Konferenz zum Thema „Die deutsch-französische Kooperation in Afrika im Bereich Klimawandel, Ernährungssicherheit und Wasserressourcen“ statt. Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Institut für Entwicklungsforschung (IRD) veranstaltet, in Zusammenarbeit mit dem französischen Zentrum für internationale Zusammenarbeit in der Agrarforschung für Drittländer (CIRAD) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Deutschland. 

Unter den rund 120 Teilnehmern waren zahlreiche Wissenschaftler und Vertreter von Forschungsinstituten aus Frankreich, Deutschland und verschiedenen afrikanischen Ländern. Ferner nahmen vier afrikanische Botschafter teil sowie Vertreter von etwa 15 Botschaften in Deutschland.

Auf der Konferenz wurden die Ergebnisse der laufenden Forschungsprojekte präsentiert sowie die Probleme und Herausforderungen für die Wissenschaft angesichts des Klimawandels und seiner Konsequenzen diskutiert. Die Identifizierung von Themen von gemeinsamem Interesse wurde ebenfalls angestrebt.

Frankreich und Deutschland sind stark in der Forschung zum Klimawandel und seinen Folgen in Subsahara-Afrika engagiert, insbesondere in Bezug auf den Zugang zu Nahrungsmitteln und Wasserressourcen. Dutzende deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen sind zum Beispiel vor Ort tätig, insbesondere im Rahmen der Programme WASCAL [1] und SASSCAL [2]. Ziel dieser beiden Forschungsinitiativen, in deren Zentrum Westafrika bzw. Südafrika stehen, ist es, durch Kompetenzzentren die Forschungskapazitäten im Bereich Klimawandel vor Ort aufzubauen. Für Frankreich sind das IRD und das CIRAD in West- und Ostafrika sehr aktiv. Sie haben dort zahlreiche Forschungszentren aufgebaut, die sich mit den Themen Agronomie und Wasserressourcen beschäftigen.

Bei der Konferenz standen drei Themen im Mittelpunkt:

– Klimawandel in Subsahara-Afrika

– Klimawandel und Wasserressourcen

– Klimawandel und Ernährungssicherheit

Diese wurden während drei thematischer Sitzungen diskutiert, die von einer Eröffnungssitzung mit Reden von Vertretern der französischen Regierung (Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung) und der Bundesregierung (Bundesministerium für Bildung und Forschung, BMBF; Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, BMZ) eingeleitet wurden. Zuvor hatten die Botschafter Malis und des Senegal in Deutschland die Tagung mit einem Grußwort eröffnet, in dem sie die Lage und die Folgen des Klimawandels in ihren Ländern beschrieben.

Danach präsentierten die Forscher die Ergebnisse ihrer Arbeiten, die laufenden Forschungsprojekte und die Kooperationen.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es zwei Podiumsdiskussionen:

– Entwicklung im Kontext des Klimawandels: Welche Klimapolitik für Afrika?

– Welche Perspektiven für gemeinsame Forschungsaktivitäten vor dem Hintergrund der globalen Veränderungen in Afrika?

Die Konferenz bot die Gelegenheit, inhaltsreiche Diskussionen zwischen Vertretern der Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Diplomatie zu führen. Alle waren sich darin einig, dass neue multilaterale Initiativen zwischen Frankreich, Deutschland und den afrikanischen Ländern im Bereich Forschung zum Klimawandel in Afrika notwendig seien. (Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland)