Drei Filme aus Haiti, Burkina Faso und Lesotho auf der Berlinale

Drei Filme aus Haiti, Burkina Faso und Lesotho auf der Berlinale

Drei Filme, die mit Unterstützung von Brot für die Welt gedreht worden sind, laufen im Programm der 65. Berlinale (5. bis 15. Februar): Der Spielfilm „Meurtre à Pacot“ (Mord in Pacot) des haitianischen Filmemachers Raoul Peck hat seine Deutschlandpremiere in der Programmsektion Panorama. Die Dokumentarfilme „La sirène de Faso Fani“ (Die Sirene von Faso Fani) aus Burkina Faso laufen in der Sektion Forum und „Coming of Age“ (Erwachsenwerden) aus Südafrika in der Sektion Generation 14plus. Für die beiden Dokumentarfilme ist es die Weltpremiere.  „Wir freuen uns sehr, dass diese drei Filme es ins Programm der Berlinale geschafft haben und hoffen, dass dies der Auftakt ist für viele weitere Aufführungen“, sagt Barbara Riek, bei Brot für die Welt verantwortlich für den entwicklungsbezogenen Film. Das Evangelische Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) nimmt die Filme in den Verleih auf.

In „Meurtre à Pacot“ erzählt Raoul Peck, wie ein wohlhabendes Paar in der haitianischen Hauptstadt Port au Prince plötzlich mit den großen sozialen Gegensätzen des Landes konfrontiert wird. Um ihre durch das Erdbeben weitgehend zerstörte Villa wiederaufbauen zu können, müssen die beiden den einzigen noch bewohnbaren Raum vermieten und ziehen selbst in die Ruinen der früheren Dienstbotenwohnung. Alex, der Mieter, arbeitet für eine Nichtregierungsorganisation. Bald zieht auch seine haitianische Freundin Andrémise ein. Die labile Situation des Vermieterpaares, das unter dem Verlust des sozialen Ansehens leidet, spitzt sich zu.

In seinem Dokumentarfilm „La sirène de Faso Fani“ trifft Filmemacher Michel K. Zongo ehemalige Arbeiter der einst berühmten Textilfabrik Faso Fani in Koudougou. Die Schließung der Fabrik in der drittgrößten Stadt von Burkina Faso 2001 hat eine ganze Region in Armut gestürzt. Die Textilarbeiter träumen davon, die Baumwollindustrie wiederzubeleben und einen Neubeginn zu wagen.

Für seinen Film „Coming of Age“ hat der südafrikanische Filmemacher Teboho Edkins vier Jugendliche im Bergkönigreich Lesotho zwei Jahre lang begleitet. Jeweils zwei von ihnen sind eng miteinander verbunden, als Geschwister und beste Freunde. Neben der Schule tragen sie Verantwortung für den Lebensunterhalt ihrer Familien. Von außen betrachtet passiert in ihrem entlegenen Dorf Ha Sekake nicht viel, doch aus der Perspektive der Jugendlichen stellt sich das anders dar. Die beiden Hauptdarstellerinnen werden zur Premiere nach Berlin kommen.

Das Evangelische Zentrum für entwicklungsbezogene Filmarbeit (EZEF) gehört zu Brot für die Welt. Ziel ist es, Filmemacherinnen und Filmemacher aus Ländern des globalen Südens zu unterstützen und so Filme mit einem authentischen Blick zu schaffen. Neben Dokumentar- und Spielfilmen werden auch Trickfilme gefördert. Alle geförderten Produktionen gehen – ggfs. nach ihrer Kinoauswertung – in den Verleih des EZEF (www.ezef.de). (pressrelations.de)