Ehrenpreis der Deutschen Afrika Stiftung für Autorin Ruth Weiss

Ehrenpreis der Deutschen Afrika Stiftung für Autorin Ruth Weiss

Die   Deutsche   Afrika   Stiftung   gratulierte Ruth Weiss,  der   „Großen alten Dame“ der Afrika-Berichterstattung,  zu  ihrem  95.  Geburtstag,  den  sie  am  26.  Juli,  beging.  Die Präsidentin der Deutschen Afrika Stiftung, Dr. Uschi Eid, freut  sich, dass  Ruth  Weiss  aus  diesem  Anlass den Ehrenpreis der Deutschen Afrika Stiftung erhält, der ihr am 11. Dezember in Berlin verliehen wird.

Ruth Weiss hat nicht nur mit zahllosen Artikeln, Reportagen und Interviews in deutschen Medien über Afrika berichtet. Sie war auch Afrikakorrespondentin u.a. des englischen Guardian und Redakteurin afrikanischer Zeitungen. Von 1975 – 78 leitete sie die  Afrika-Redaktion der Deutschen Welle in Köln. Schwerpunkte ihrer Berichterstattung waren die        wirtschaftliche  Entwicklung und die Befreiungsbewegungen im  Südlichen Afrika. 

Nachdem die Apartheidregime in Südafrika und Süd-Rhodesien, dem heutigen   Zimbabwe,   Ruth Weiss in den 1960er Jahren zur unerwünschten Person erklärt hatten, wurden  Lusaka,  die  Hauptstadt  Sambias, und später London die Ausgangsorte, von wo sie berichtete und Recherchereisen unternahm.

Ruth Weiss verfasste auch über 30 Sachbücher, vorwiegend über das  Südliche Afrika,    eine außergewöhnliche Autobiographie und Romane sowie Kinderbücher. An den Realschulen Baden-Württembergs wurde Ruth Weiss’s Buch „Meine Schwester Sara“ zur    Prüfungslektüre bestimmt. Eine Realschule in Aschaffenburg benannte sich nach ihr. Ruth   Weiss schreibt  nicht  nur  weiterhin   Bücher.  Sie ist als Überlebende des Holocaust und   Afrikaexpertin auch immer noch mit Lesereisen an  deutschen Schulen und  Bildungsinstitutionen eine   Zeitzeugin und kritische Analytikerin für die politische   Bildungsarbeit in Deutschland. (DAS)