Enthüllt: New Yorker Naturschutzstiftung finanziert schwere Menschenrechtsverletzungen im Kongo – mit Zeugenvideo

Enthüllt: New Yorker Naturschutzstiftung finanziert schwere Menschenrechtsverletzungen im Kongo - mit ZeugenvideoWeite Teile des angestammten Bayaka-Landes in der Republik Kongo wurden ohne ihre Zustimmung von Holzfirmen und großen Naturschutzorganisationen übernommen. Recherchen von Survival International zeigen, dass die Wildlife Conservation Society (WCS) den Missbrauch und die Vertreibung von Bayaka-„Pygmäen“ und anderen Regenwald-Völkern in der Republik Kongo finanziert. Die WCS ist unter anderem die Muttergesellschaft des Bronx Zoos in New York.

WCS unterstütze die Gründung eines Nationalparks auf Bayaka-Land ohne die Zustimmung des indigenen Volkes. Heute verwaltet WCS den Park und hat Partnerschaften mit zwei Holzunternehmen geschlossen, die auf dem Land der Bayaka tätig sind. WCS finanziert zudem Anti-Wilderei-Einheiten, die Angehörige der Bayaka daran hindern, ihr angestammtes Gebiet zu betreten. Survival International hat Dutzende Fälle von Einschüchterung, Schlägen und sogar Folter dokumentiert.

Die Bayaka werden häufig der „Wilderei“ beschuldigt, wenn sie jagen, um ihre Familien zu ernähren. Indigene haben beklagt, dass dies von den wahren Wilderern ablenkt – Kriminelle, die mit korrupten Beamten kooperieren.

Unter den Opfern waren Kinder, ältere und behinderte Menschen. Im Jahr 2012 wurde beispielsweise ein schwerbehinderter Indigener von Wildhütern angegriffen. Im Mai 2016 wurde ein Mann ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er und vier andere brutal von Wildhütern geschlagen worden waren. Waldlager werden häufig zerstört, und Indigene werden angegriffen und gefoltert, wenn sie das Land betreten, auf das sie angewiesen sind und welches sie seit Generationen verwalten.

Ein Bayaka-Mann sagte: „Wenn du in den Park gehst, werden sie dich holen und dich ins Gefängnis bringen. Sogar außerhalb des Parks sagen sie: ‚Wir werden dich töten. Hau ab, hau ab, hau ab.’“

Abholzung in der Region setzt sich weiter auf nicht nachhaltigem Niveau fort, wie Berichte unabhängiger Wissenschaftler*innen und Organisationen wie Greenpeace zeigen. Viele Beobachter, einschließlich der Vereinten Nationen und der kongolesischen Organisation l’Observatoire Congolais des Droits de l’Homme, haben mindestens seit 2004 Warnungen vor den Folgen des Wildhüter-Missbrauchs erhalten, aber keine wirksamen Maßnahmen ergriffen.

2005 berichtete ein Bayaka-Mann: „Wir trafen einen anderen weißen Mann [von WCS], der uns sagte, dass wir aufhören sollten zu jagen und dass die Wildhüter sicherstellen würden, dass wir uns daran hielten. Jetzt haben wir Angst tiefer in den Wald zu gehen, falls uns die Wildhüter erwischen.“

Stephen Corry, Direktor von Survival International, sagte: „Naturschutz in Zentralafrika basiert auf Landraub. Nationalparks werden auf den Gebieten indigener Völker ohne ihre Zustimmung geschaffen: Das ist Landraub (mit einem “grünen” Etikett) und die großen Naturschutzorganisationen, wie WCS, machen sich der Unterstützung mitschuldig. Survival International tut alles, um diesen ‚grünen Kolonialismus’ zu stoppen. Es ist Zeit für Naturschützer*innen, die Landrechte indigener Völker zu respektieren, ihr angestammtes Land nicht länger zu stehlen und angemessene Zustimmung für jedes Projekt auf ihrem Land einzuholen. (survival international, Foto: screenshot Video)

Im Video: Apfela beschreibt, wie Wildhüter, unterstützt durch die Wildlife Conservation Society, sie brutal angegriffen haben:

http://www.survivalinternational.org/films/wcs