Entwicklungsinvestitionsfonds: „AfricaConnect“ alleine reicht nicht

Entwicklungsinvestitionsfonds: "AfricaConnect" alleine reicht nicht„Die Unternehmen des deutschen Mittelstandes begrüßen es, dass der Entwicklungsinvestitionsfonds nun offenbar Fahrt aufnehmen soll. Das Kredit-Programm der DEG unter dem Titel „AfricaConnect“ soll diesen Firmen helfen, ihre Investitionen in Afrika zu finanzieren und Risiken abzufedern. Damit werden die Rahmenbedingungen gerade für kleinere Projekte, die bislang schwierig zu finanzieren waren, verbessert, kommentiert Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft die aktuellen Ankündigungen der Bundesregierung zum Start des Entwicklungsinvestitionsfonds.

“Die Bundesregierung greift hier einen Vorschlag des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft auf. Wir appellieren an alle beteiligten Akteure, die Kreditvergabe im Interesse des Mittelstands möglichst unbürokratisch zu gestalten“, so Liebing.

„AfricaConnect“ ist ein guter erster Schritt. Damit deutsche Unternehmen nun stärker nach Afrika gehen werden, benötigt es aber immer noch vor allem verbesserte Risikoabsicherungen, nicht zuletzt im Wettbewerb um Projekte im Infrastruktur- und Energiebereich, bei denen sie sich einem harten Wettbewerb aus China und anderen Schwellenländern ausgesetzt sehen. Diese wichtige langjährige Forderung hat die Bundesregierung noch nicht erfüllt, obwohl die Bundeskanzlerin das bereits im Oktober angekündigt hat. Wir hoffen, dass daran im Wirtschaftsministerium und auf der EU-Ebene derzeit gearbeitet wird“, so Liebing.

AfricaConnect ist der Bestandteil des Entwicklungsinvestitionsfonds, der sich an deutsche und europäische Unternehmen richtet. Die finanziellen Mittel stellt das BMZ bereit, umgesetzt wird AfricaConnect von der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Zum Entwicklungsinvestitionsfonds gehört auch das Programm „AfricaGrow“, das sich an afrikanische KMUs und Start-ups richtet und das „Wirtschaftsnetzwerk Afrika“, das KMUs bei ihrer Geschäftstätigkeit in ausgewählten afrikanischen Wachstumsmärkten unterstützen soll. (lifePr, Foto: Symbolfoto)