Faire Mode-Safari durch Kenia: Interview mit bekannten Influencerinnen

Faire Mode-Safari durch Kenia: Interview mit bekannten Influencerinnen

Vom 17. bis 24. November begaben sich die YouTuberinnen und Instagrammer Anna Maria Damm, Katharina Damm, Jannik Stutzenberger, Abigail Odoom und Hatice Schmidt mit GEMEINSAM FÜR AFRIKA in Kenia auf Spurensuche nach fairer und nachhaltig hergestellter Mode und Kleidung. Katharina Damm, Abigail Odoom und Hatice Schmidt berichten von ihren Erfahrungen.

Die Influencerinnen und der Influencer besuchten beispielsweise die Näherinnen von Wildlife Works, einer Fair Trade-zertifizierten Bekleidungsfabrik inmitten des Tsavo-Nationalparks, die unter anderem die ASOS-Kollektion „Made in Kenya“ produziert haben. Dort erfuhren sie hautnah, wie positiv sich faire Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Mode auf die Menschen und ihre Umwelt auswirken und welche Rolle sie selbst als Konsumentinnen und Konsumenten spielen.

Katharina Damm, Abigail Odoom und Hatice Schmidt im Interview:

Warum hast du dich entschieden, GEMEINSAM FÜR AFRIKA auf der Reise nach Kenia zu begleiten und deine Reichweite für etwas Gutes zu nutzen? Was waren deine Erwartungen, bevor du die Reise angetreten hast?  

Abigail: Ich glaube, weil ich aus Afrika komme, habe ich noch mal eine andere Verbindung zum Projekt und zur Reise. Ich wollte sehen, was wirklich vor Ort gemacht wird. Ich war zwar schon ein paar Mal in Ghana, aber da war ich immer bei meiner Familie. Dort bekomme ich nicht so mit, wie sonst die Umstände im Land sind. Meine Erwartungen zur Kenia-Reise wurden auf jeden Fall übertroffen – die Projekte haben mich alle umgehauen. Die Reise hat mich sehr zum Nachdenken angeregt.

Du hast im Laufe der Reise verschiedene Menschen getroffen. Wer hat dich am meisten beeindruckt?

Hatice: Alle Geschichten – am meisten die von Sarah, die ich geschminkt habe. Sie war schüchtern, aber eine super elegante und interessante Frau. Sie trägt gerne Kleider, hat sie gesagt. Es war schön, sie kennen gelernt zu haben, weil sie offen war und ich sie schminken durfte. Interessant ist, dass sie nie Schneiderin werden wollte, jetzt aber total verliebt in den Beruf ist. Nun kann sie sich nichts anderes vorstellen.

Welche generellen Erfahrungen von der Reise würdest du gerne deinen Fans und Followerinnen mitgeben?

Katharina: Nachdem ich das alles gesehen habe, gehe ich ganz anders an Mode ran. Früher war für mich ein T-Shirt einfach nur ein T-Shirt. Jetzt denke ich daran, wie viele Schritte es braucht, bis es zu einem Endprodukt – zu einem T-Shirt – wird. Ich denke auch darüber nach, woher mein T-Shirt kommt und wer mein T-Shirt gemacht hat. Darüber habe ich früher nicht nachgedacht.

Hast du dich vor der Reise schon mit fairer Mode beschäftigt? Hat die Reise deine Meinung oder Einstellung dazu verändert? Wenn ja, inwiefern?

Katharina: Ehrlich gesagt, wenn ich vorher an Mode gedacht habe, habe ich gar nicht an den afrikanischen Kontinent gedacht. Das Projekt Wildlife Works hat mich beeindruckt. Sie schützen Natur und Tiere, tun aber gleichzeitig auch etwas für die Community. Dass sie das zusammengebracht haben finde ich – wow!

In deinem Beruf hast du viel mit Mode zu tun. Welche Lösungen würdest du dir für eine fairere und nachhaltigere Mode in Deutschland wünschen?

Katharina: Ich glaube, in erster Linie müssen die größeren Ketten etwas ändern, sie sollten in Deutschland faire Mode herstellen und verkaufen. Und die Nachfrage muss natürlich auch vorhanden sein, sonst ändert sich nichts.

Warum ist die Arbeit von GEMEINSAM FÜR AFRIKA wichtig?

Hatice: GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist wichtig, weil sich das Bündnis nicht nur um ein Projekt kümmert, sondern um viele unterschiedliche Projekte in zahlreichen Ländern. Diese Vielfalt ist sehr wichtig. Ich wusste nicht, dass es so etwas gibt, und finde die Arbeit total interessant. (Gemeinsam für Afrika)