Fernsehtipp: Ab Dienstag 19.05. auf ORF 2 : Afrika-Fünfteiler „Der ungezähmte Kontinent“

Fernsehtipp: Ab Dienstag 19.05. auf ORF 2 : Afrika-Fünfteiler „Der ungezähmte Kontinent“

Teil 1: „Kalahari – Im Bann der roten Wüste“ am 19. Mai um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) – Auf Safari in Afrika! Das ist für viele ein unvergessliches Erlebnis – oder ein langgehegter Traum. Kein Kontinent ist so umweht vom Nimbus der Wildheit, keiner so bekannt für die Ursprünglichkeit seiner Tierwelt. Dort sind die Löwen, Giraffen, Leoparden und Flusspferde zu Hause. Serengeti, Kalahari, Kongo oder Sambesi sind Namen, die sofort Bilder von unverfälschter Natur entstehen lassen. Auf diesen „ungezähmten Kontinent“ entführt „Universum“ mit einem spektakulären BBC-Afrika-Fünfteiler – ab Dienstag, dem 19. Mai 2015, jeweils Dienstag um 20.15 Uhr in ORF 2. Der erste Teil der in fast vier Jahren Produktionszeit entstandenen HD-Serie – „Kalahari – Im Bann der roten Wüste“ – führt in den äußerst trockenen Südwesten Afrikas.

 

Wasser bedeutet Leben. Und genau das ist das Problem im Südwesten Afrikas, einem der geologisch ältesten Teile des Kontinents. In der Kalahari mit ihren rätselhaften Feenkreisen sind Wasserstellen, wie sie hier nur sporadisch auftreten, zwangsläufig Treffpunkt aller vom Durst Geplagten – also von Jägern und potenziellen Opfern gleichermaßen. Ironischerweise gibt es eigentlich Wasser im Überfluss – nur ist es unerreichbar. 60 Meter in der Tiefe, am Grund des sogenannten „Drachenhauchlochs“ in Namibia, liegt der größte unterirdische See der Erde!

 

Die gerade einen Tag alten Straußen-Küken müssen die Wasserstelle in der Etosha-Pfanne erreichen, um nicht zu verdursten. Die Altvögel bringen ihre Schar zwar sicher ans Ziel, doch dann ist Vorsicht geboten, sonst werden die Winzlinge im Gedränge von all den anderen durstigen Besuchern noch zertrampelt.

 

Ein kleiner Singvogel, der Drongo, lebt in der Kalahari in einer eigenartigen Symbiose mit den Erdmännchen. Von seinem Ausguck aus warnt er sie vor nahenden Gefahren – doch er missbraucht ihr Vertrauen gelegentlich auch, um sich einen nahrhaften Happen zu erschwindeln.

 

Im Schutz der Dunkelheit versammeln sich ungeahnt viele Spitzmaulnashörner zu einem gesellschaftlichen „Event“ am Wasserloch. Dank modernster Starlight-Kameras werden die Zuseherinnen und Zuseher Zeugen ihres Soziallebens, ihrer überraschenden Kontaktfreudigkeit und Zärtlichkeit – und ihrer Misserfolge in Liebesangelegenheiten.

 

Wie aus einem Science-Fiction-Film entstiegen wirken hingegen die fleischfressenden Heuschrecken. Langsam, jedoch unaufhaltsam klettern sie in die Nester der Webervögel, um sich über die noch wehrlosen Küken herzumachen. Eile ist gar nicht nötig, denn auch wenn die Altvögel ihre Brut verteidigen, haben die Insekten eine wirksame Waffe parat: Sie verspritzen ihr eigenes, scharf riechendes Blut.

 

Dramatisch ist auch das Duell zweier Giraffenbullen um das Vorrecht auf die spärliche Vegetation im Hoanib-Tal. Ihre Hörner sind zwar kurz, doch mit den langen Hälsen können sie zu vernichtenden Schlägen ausholen. Und auch wenn der jüngere Bulle mehr Kraft zur Verfügung hat, ist ihm der Alte doch an taktischer Erfahrung zumindest ebenbürtig. Atemberaubende Landschaften sind das Szenenbild dieser dramatischen Begegnungen – die Dokumentation „Afrika – Der ungezähmte Kontinent“ erlaubt es dem TV-Publikum, mit den Protagonisten des Films regelrecht mitzuleben.

 

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.