Freiheitsstatue mit Burka: T-Shirt fliegt aus Laden

burkashirtNach Beschwerden von Kunden musste ein Kiosk-Betreiber in Fort Carson im US-Bundestaat Colorado ein islamfeindliches T-Shirt aus dem Sortiment nehmen. Das graue Kleidungsstück zeigt die Freiheitsstatue eingehüllt in eine schwarze Burka, mit einem Koran in der Hand, einem Halbmond über der Fackel und den Schriftzug „Don’t let this happen America“. Der Vorwurf: Der Einzelhändler habe beim Verkauf religiöser oder politischer Waren gegen geltende Vorschriften verstoßen.

 

Untersuchung gefordert

Einem Bericht des „Colorado Springs Independent“ nach handelte es sich bei dem Kunden um einen Klienten der Military Religious Freedom Foundation. Dies ist eine Interessenvertretung von 43.000 Angehörigen des Militärs, darunter auch 224 in Fort Carson. Dem Präsidenten Mikey Weinstein ist das Verbannen des T-Shirts aus dem Kiosk jedoch nicht genug. Er fordert eine öffentlich Entschuldigung aller Beteiligten und die gründliche Untersuchung des Vorfalls durch einen General der US-Armee.

 

„Das ist eine der schlechtesten Sachen, die ich je gesehen habe“, lässt sich Weinstein, ein Absolvent der Air Force Academy, der die Gruppe bereits 2005 gegründet hatte, vom US-Portal „ArmyTimes“ zitieren. „Das lässt uns, das Militär, wie Kreuzritter aussehen. Das ist keine Kleinigkeit, das ist eine entsetzliche Angelegenheit“, so Weinstein. Der den Handel mit solchen Artikeln überwachende Army & Air Force Exchange Service http://shopmyexchange.com will es bei einer Ermahnung belassen. Deren Sprecher, Chris Ward, hofft indes auf einen „Lerneffekt“.

 

Händler entschuldigt sich

Der Besitzer des Kiosks hat sich vor dem Hintergrund des immensen Drucks vonseiten der Militärangehörigen bereits entschuldigt. „Sobald die Fort Carson Military Community unsere Aufmerksamkeit auf das T-Shirt gerichtet hatte, wurde es aus den Regalen genommen. Es war nicht unsere Absicht, jemanden mit dem T-Shirt zu beleidigen“, heißt es in dem reumütigen Statement des Einzelhändlers mit Namen Merica Apparel. Laut Ward sei sich der Händler offensichtlich nicht über die geltenden Vorschriften bewusst gewesen.(pte, Foto: militaryreligiousfreedom.org)