Fußball: Gabun, Gastgeber des Afrikacups 2017 – Chinesen sollen noch schnell Stadien bauen

Fußball: Gabun, Gastgeber des Afrikacups 2017 – Chinesen sollen noch schnell Stadien bauen

Foto: Das „Stadion der (chinesisch-gabunischen) Freundschaft“ in Libreville 2012

Fünf Jahre nach der Co-Organisation des Afrikacups zusammen mit Äquatorialguinea steht Gabun diesmal alleine vor der Aufgabe, diesen zu organisieren. Nicht nur der Präsident des gabunischen Fußballverbandes Fégafoot, Pierre-Alain Mounguengui, gibt sich optimistisch.

 

„Wir brauchen vier Standorte. Wir haben bereits Libreville und Franceville, aber wir haben auch Port-Gentil und Oyem „, versicherte Mounguengui, „denn dort sollen zwei große chinesische Unternehmen neue Stadien bauen. Die Chinesen sichern uns zu, dass die beiden Stadien rechtzeitig fertig werden, wie es beim Stade de l’Amitié in Libreville auch war“.

 

Auch Präsident Bongo ist begeistert: „Lasst uns jetzt schon unsere Kräfte bündeln, um der Welt das Beste aus Afrika zu bieten“, erklärte er. „Der Cup 2017 ist eine Chance für das Land. Diese Veranstaltung wird die Diversifizierung der Wirtschaft erhöhen und den Bereichen Bau und Dienstleistungen zugutekommen“.

 

„Panther“ Pierre-Emerick Aubameyang steht dieser Euphorie in nichts nach: „Willkommen zurück, Afrikacup 2017! Die Gabuner sind stolz darauf, für diese Veranstaltung in kürzester Zeit wieder Gastgeber sein zu dürfen und werden nicht enttäuschen, weil ich weiß, sie werden alle da sein, mit uns zu fiebern „, so der Stürmer. Woher weiß er das? Hat er die Bevölkerung von Dortmund aus befragt? Mitfiebern ist eine Sache, aber was ist mit den Kosten? Viele erinnern sich noch an die gebrochenen Versprechen von 2012, einschließlich der mangelnden Auswirkungen auf die örtliche Wirtschaft oder die übermäßige Politisierung der Veranstaltung. Das Fußballfest 2012 war als Teil einer umfassenderen Investitionswelle geplant – daraus wurde aber nichts – trotz der umgerechnet 610 Mio. Euro, die die Veranstaltung verschluckte. Die Bevölkerung ist skeptisch, denn derzeit liegen alle Großprojekte brach mangels Mitteln … (ia)