Gabun: Polizei „beklagt Tod von zwei Menschen bei Zusammenstoß mit Demonstranten“

Laut Brigadegeneral Serge Hervé Ngoma wurde die nationale Polizei, die in der Nacht des 18. Februar zur Wiederherstellung der Ordnung und zur Durchsetzung der Ausgangssperre anlässlich der „Kochtopfproteste“ gerufen wurde, mit Wurfgeschossen und Molotowcocktails beworfen. Bei den darauffolgenden Zusammenstößen gab es zwei tödliche Schussverletzungen unter den Demonstranten. Mehrere Polizeibeamte wurden verletzt.

„Im Namen der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte spreche ich den Familien der beiden Verstorbenen mein tiefstes Beileid aus. Eine Untersuchung wurde sofort eingeleitet. Sollte sich herausstellen, dass Fehler begangen wurden, was noch zu beweisen ist, werden sie gemäß den Gesetzen und Vorschriften bestraft“, sagte der General in einer Erklärung.

Laut Staatsanwalt André Patrick Roponat „wurde ein Toyota Prado mit Personen mit Sturmhauben gesehen, die das Feuer eröffneten“.

In den letzten Tagen hatten die gabunischen Behörden Reisebeschränkungen und Ausgangssperren verschärft, nachdem die britische Variante des Virus im Land entdeckt worden war.

Premierministerin Rose Christiane Ossouka Raponda kündigte, dass diese Einschränkungen gelockert würden, sobald die Inzidenzahlen unter 50 sänken.

Außerdem werden die PCR-Tests, die zuvor mit 5000 FCFA (ca. 7,50 Euro) berechnet wurden, wieder kostenlos sein, ebenso wie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Ungeachtet dessen gehen die Proteste, die eigentlich nur für 3 Tage geplant waren, jeden Abend weiter. (ia)