Gabun: Regierung fürchtet Eskalationen bei Beerdigung von Rogombé und Mba Obame

Gabun: Regierung fürchtet Eskalationen bei Beerdigung von Rogombé und Mba Obame

Schon seit Tagen verstärkt Polizei und Militär auf den Straßen in Libreville
Gabuns Innenminister Guy Bertrand Mapangou hat in einer Erklärung eventuelle „Störenfriede“ vor Eskalationen bei den Beerdigungen von Rose Francine Rogombé, ehemalige Interimspräsidentin der Republik, und André Mba Obame, Exekutivsekretär der Union Nationale (Opposition) gewarnt, die beide im kürzlich Ausland verstarben. Dass dergleichen befürchtet wird, ist bereits jetzt ersichtlich, denn seit Montag wurde die Präsenz von Militär auf den Straßen verstärkt, und die zahlreichen Polizeikontrollen überall in der Stadt sind nicht zu übersehen. Als Grund hierfür wurden offiziell „Waffenfunde“ genannt – welcher Art und wo, wurde jedoch nicht weiter erläutert.

„Gemäß den Gesetzen und Vorschriften in unserem Land werden Vorkehrungen für die Aufrechterhaltung der Ordnung und gegebenenfalls die Identifizierung und Verfolgung von Fehlverhalten gemacht werden „, so der Text des Ministerkommuniqués.

„Das Ministerium hat Informationen seiner Geheimdienste und der befreundeter Länder erhalten, dass sich Kisten mit Waffen, deren Empfänger noch nicht identifiziert wurden, an den Landesgrenzen befinden. Deshalb werden alle Kräfte eingesetzt, um das Land zu sichern“, schließt der Text.

Der Leichnam von Rose Rogombé trifft am heutigen Mittwoch in Libreville ein, die Beerdigung soll am Samstag in ihrer Heimatstadt Lambarene stattfinden. Während das Ganze in ihrem Fall eventuell ruhig verlaufen wird, ist ab kommenden Dienstag dem 28. April, wenn der Leichnam von Obame eintreffen wird, auf jeden Fall mit Unruhen zu rechnen, zumal die Opposition angekündigt hat, eine öffentliche Trauerfeier in Rio, dem Stadtviertel, das der Opposition bereits öfter für Demos diente, abzuhalten. (ia, Foto: Alain P. Djine)