Gabun: Zusammenstöße in Libreville nach dem Tod von André Mba Obame

Facebook und twitter vorübergehend nicht mehr erreichbar
Die Ankündigung des Todes von André Mba Obame, ehemaliger Führer der gabunischen Opposition löste am gestrigen Sonntag den Zorn seiner Anhänger in Libreville aus. Demonstranten verbrannten Autos und Gebäude, darunter die Botschaft von Benin. Der Tod des seit längerem schwer kranken André Mba Obame (57) wurde von seiner Partei, der Union Nationale, der größten Oppositionspartei in Gabun am Sonntagnachmittag bekannt gegeben.

Botschaft von Benin in Flammen
Die Ankündigung des Todes des Oppositionsführers führte zu Zusammenstößen in verschiedenen Bezirken der Hauptstadt Libreville. Die wütenden Demonstranten, nach deren Auffassung ein „Zauber“ bzw. eine Vergiftung den Tod verursacht hätten, wurden von der Polizei vertrieben.

In der Nähe des Sitzes der UNO wurden von dem Demonstranten Barrikaden errichtet und Autos angezündet. Auch die Botschaft von Benin ging in Flammen auf. Grund hierfür ist die angeblich zu große Macht des Leiters des Präsidentenbüros, Accrombessi Maixent, ein Beniner, der die gabunische Staatsbürgerschaft annahm. Voodoo-Fetischeure aus Benin sollen lt. den Demonstranten die Vergiftung des Verstorbenen vorgenommen haben. Die Regierung von Benin hat bereits dazu eine Erklärung veröffentlicht, sie sorgt sich um die zahlreichen Beniner, die in Gabun leben.

Seit heute Morgen waren facebook und twitter in Gabun nicht mehr erreichbar, mittlerweile funktioniert es wieder. (Ingrid Aouane, Libreville)