GEMEINSAM FÜR AFRIKA: Hunderte verlassene Kinderschuhe auf zentralen Plätzen in diversen Städten

GEMEINSAM FÜR AFRIKA: Hunderte verlassene Kinderschuhe auf zentralen Plätzen in diversen Städten
Foto: Steffen Junghanß

Berlin, 24. Mai 2019: Hunderte verlassene Kinderschuhe in Berlin, Frankfurt/Main, Köln, Hamburg, München, Stuttgart und Leipzig stehen symbolisch für hunderte Kinder, die in Kriegen und bewaffneten Konflikten ihr Leben lassen müssen. Mit dieser Demonstration erinnerte das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA an das tägliche Sterben von Kindern durch Krieg.

 „In dem Jahr, in dem die UN-Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt wird, dürfen wir das Leid von Kindern nicht vergessen, auch wenn es weit weg von uns geschieht“, mahnte GEMEINSAM FÜR AFRIKA zeitgleich in den sieben Städten Deutschlands mit dem großflächigen Aufstellen hunderter verlassener Kinderschuhe und dem Schriftzug „Jede Stunde stirbt eine Schulklasse durch Krieg“.

Besonders bedroht sei das Leben der Kinder in Afrika. „Auf die Gesamtzahl der Todesopfer betrachtet, sterben allein auf dem afrikanischen Kontinent 28 Kinder stündlich an den Folgen bewaffneter Konflikte. Das entspricht einer Schulklasse“, erklärte Susanne Anger, Sprecherin des Bündnisses. Immer häufiger würden Kinder auch gezielt getötet und verletzt, zum Beispiel durch bewusste Anschläge auf Schulen.

Das Ausmaß an Gewalt und Angst sowie die indirekten Auswirkungen, wie Hunger, schlechtes Trinkwasser oder fehlende medizinische Versorgung, führten dazu, dass Kindern in Konfliktgebieten oftmals die ersten Opfer würden. Das Leid von Kindern in Kriegen sei gegenwärtig so dramatisch wie nie zuvor in den letzten 20 Jahren. „Rund 420 Millionen Jungen und Mädchen auf der Welt wachsen in einem Konfliktgebiet auf. Das ist fast jedes fünfte Kind“, kritisierte Anger und forderte die strikte Einhaltung des Artikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention, in dem es heißt: „Jedes Kind hat ein Recht auf Schutz bei kriegerischen Auseinandersetzungen“.

GEMEINSAM FÜR AFRIKA fordert zum Schutz von Kindern in Kriegen insbesondere die Sicherung von Schulen in Konfliktgebieten, eine konsequente Strafverfolgung von Verantwortlichen sexualisierter Gewalt als auch einen Stopp aller deutschen Rüstungsexporte in Konfliktregionen Afrikas.