Geschäft des deutschen Mittelstandes mit Afrika nimmt Fahrt auf

Geschäft des deutschen Mittelstandes mit Afrika nimmt Fahrt aufDie deutschen Exporte nach Afrika entwickeln sich weiter positiv. Das Deckungsvolumen bei den Exportkreditgarantien ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um gut zwei Drittel auf 1,8 Milliarden Euro angestiegen. Grund hierfür seien nicht zuletzt die 2018 beschlossenen erweiterten Deckungsmöglichkeiten für ausgewählte Staaten Afrikas. Zu diesen in einer Pressemitteilung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier veröffentlichten Zahlen erklärt Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft:

„Von der weiterhin überdurchschnittlichen Wachstumsdynamik in weiten Teilen Afrikas profitiert inzwischen auch die deutsche Exportwirtschaft deutlich. Das Interesse der deutschen mittelständischen Unternehmen hat spürbar zugenommen. Das zeigt, die Bundesregierung ist auf dem richtigen Weg. Schon kleine Verbesserungen in wenigen Ländern führen zu signifikanten Steigerungen des Deckungs- und damit Handelsvolumens mit Afrika. Noch viel größere Steigerungen wären möglich, wenn die Exportgarantien für afrikanische Länder noch weiter verbessert würden. So sollten beispielsweise auch die Konditionen für die bislang noch ausgenommenen Compact-Länder konsequenterweise angeglichen werden. Außerhalb des Compact dürfen vor allem die für die deutschen Unternehmen wichtigen Schwergewichte wie beispielsweise Nigeria nicht vergessen werden“, so Liebing.

Die Verbesserung der Garantien ist ein wichtiger Erfolg des seit Jahren hartnäckigen Werbens des Afrika-Vereins. Nachdem in den vergangenen Jahren die Hermes-Deckungen für Geschäfte mit sogenannten „öffentlichen Bestellern“ überhaupt erst für einzelne afrikanischen Länder ermöglicht wurde, wurde der Selbstbehalt im vergangenen Jahr erst für die Compact-Länder Senegal, Côte d’Ivoire, Ghana, Äthiopien und Ruanda auf den sonst überall gültigen Normalsatz von fünf Prozent gesenkt. Trotz der Verbesserung der Konditionen, sind uns andere Länder immer noch weit voraus. (lifePR)