Gesprächsrunde „deutsch-südafrikanische Film-Koproduktionen“ in Berlin mit rund 30 Filmproduzenten

„Eine Partnerschaft, die beide Seiten kulturell bereichert“
Seit der Unterzeichnung des bilateralen Koproduktionsabkommens zwischen Südafrika und Deutschland erleben Kinobesucher immer häufiger international erfolgreiche Film-Projekte aus beiden Ländern. Erst 2013 erhielt „Layla Fourie“, ein Film der südafrikanischen Regisseurin Pia Marais mit dem deutschen Schauspieler August Diehl, eine lobende Erwähnung während der Berlinale.

Welche Förderprogramme Südafrika und Deutschland anbieten und wie Koproduktionen verwirklicht werden, haben rund 30 Filmproduzenten am Montag, 10. Februar, in Berlin bei der Gesprächsrunde „deutsch-südafrikanische Film-Koproduktionen“ diskutiert. „Seit 2008 förderte das Department of Trade and Industry 41 Koproduktionen zwischen Deutschland und Südafrika“, betonte Dr. Nonceba Mashalaba, Chief Director am südafrikanischen Department of Trade and Industry, bei der Vorstellung von Förderprogrammen. Die Vorteile Südafrikas gegenüber anderen Produktionsstandorten liegen vor allem in den natürlichen Gegebenheiten: Antizyklische Jahreszeiten und vielfältige Landschaften locken viele internationale Filmemacher. Aber Südafrika ist nicht nur ein Filmdrehort: Dank seiner gut ausgebildeten Filmtechniker sowie einer exzellenten technischen Ausrüstung und Infrastruktur ist das Land auch ein anerkannter Produktionsstandort.

Insgesamt hat Südafrika mit vier Ländern Koproduktionsabkommen geschlossen: Neben Deutschland sind dies Kanada, Italien und Großbritannien, erklärte der Gesandte an der südafrikanischen Botschaft, Horst Brammer, in seiner Eröffnungsrede. Jede offizielle Koproduktion wird in den beteiligten Ländern als nationale Produktion anerkannt, um von den jeweiligen nationalen Förderprogrammen profitieren zu können.

Der gegenseitige Austausch steht dabei ebenfalls im Vordergrund. Denn eine Koproduktion zeichnet mehr aus, als nur die Verteilung von Kosten auf mehrere Schultern: „Eine Film-Koproduktion ist ein Talente-Pool und eine Partnerschaft, die beide Seiten kulturell bereichert“, betonte Zama Mkosi, Leiterin der südafrikanischen National Film and Video Foundation. „Wir wollen, dass unser Publikum in diesen Filmen so viel wie möglich von der kreativen Vielfalt dieser Kooperationen sehen kann.“

„Wichtig ist es, den richtigen Produktionspartner zu finden, jemanden, dem man vertraut und der die gleichen Vorstellungen von dem Film hat“, erläuterte Claudia Steffen von Pandora Film, die „Layla Fourie“ gemeinsam mit dem südafrikanischen Produzenten Jeremy Nathan von Dv8 Films realisiert hat.

Um geeignete Partner für Koproduktionen zu finden, haben Filmemacher aus Südafrika 2014 zum ersten Mal einen Stand beim European Film Market der Berlinale. „Wir wollen zeigen, was Südafrika zu bieten hat“, betonte Zama Mkosi.

Zu der Gesprächsrunde „deutsch-südafrikanische Film-Koproduktionen“ hatten die südafrikanische Botschaft, das südafrikanische Department of Trade and Industry sowie Brand South Africa eingeladen. (Brand South Africa)