Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in Südafrika

Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in Südafrika

von Alice Pouane, amtierender CEO von Brand South Africa
Frankfurt, 28. Mai 2015 – Gerade einmal zwölf Jahre ist es her, dass sich afrikanische Staats- und Regierungschefs in Durban zum allerersten Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) zusammengefunden haben. Bei dieser vielversprechenden Veranstaltung versicherten die afrikanischen Oberhäupter den Menschen Afrikas und der ganzen Welt, dass die Gründung der AU das Signal für einen Neuanfang des Kontinents darstellte. Die AU entstand aus der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU), die 39 Jahre lang die Angelegenheiten des Kontinents überwachte. Doch es war eindeutig, dass die Zeit für eine neue Institution gekommen war – eine, die auf den Erfolgen der OAU aufbauen und die Ziele unserer Bevölkerung nach vorne bringen würde.

Es ist eine Ehre, dass unser Land nach der historischen Gründung der AU an unserer Küste erneut auserwählt wurde, vom 7. bis 15. Juni Gastgeber des AU-Gipfeltreffens zu sein. Wir bereiten uns mit Stolz auf die Ankunft unserer afrikanischen Gäste vor, denn wir wissen, dass unser Kontinent bereits viel und hart gearbeitet hat, um die Ziele zu erreichen, die in Dur-ban formuliert wurden.

Südafrika hat durchweg eine wichtige Rolle gespielt, wenn es darum ging, neue Organe, Richtlinien und Prozeduren der AU einzuführen, einschließlich der Erschaffung des Panafrikanischen Parlaments (PAP), des AU-Friedens- und Sicherheitsrats, der Neuen Partnerschaft für Afrikas Entwicklung und des African Peer Review Mechanism.

Seit 2002 haben wir uns bemüht, auf dem afrikanischen Kontinent Einheit, Solidarität, Zusammenhalt und Kooperation herzustellen. Dies wurde durch unseren Glauben daran unter-stützt, dass der Erfolg der afrikanischen Agenda von starken bilateralen Beziehungen aller afrikanischen Länder abhängt.

Wir haben als Südafrika und als ganzer Kontinent gute Fortschritte für die Stärkung der Rolle der Frau und der Geschlechtergleichstellung erzielt. Trotzdem sehen wir uns noch immer großen Herausforderungen und Krisen unseres Kontinents gegenüber, die Frauen und Mädchen unverhältnismäßig stark treffen.

Wir schließen uns anderen afrikanischen Stimmen an und verurteilen Terrorakte, die in Ländern wie Nigeria, Somalia und Kenia verübt werden. Die Verantwortung liegt bei uns allen, unsere Ressourcen zu bündeln, um den Terrorismus im Namen des Friedens und der Stabilität zu besiegen.

Ein von uns gesetztes Schlüsselziel ist es, die erfolgreiche Einführung der Agenda 2063 sicherzustellen. Es ist ein Aktionsaufruf, ein strategischer Rahmen und Plan, um kontinentale Entwicklungsziele zu erreichen.

Überall auf dem Kontinent werden wir Zeugen des Einsatzes für die regionale wirtschaftliche Integration, die den freien Waren-, Dienstleistungs-, Personen- und Kapitalverkehr zwischen nationalen Märkten ermöglicht. Diese ist fundamental wichtig, um ein stabiles und gerechtes Wachstum in Afrika zu erreichen.

Die Agenda für regionale Integration stellt sicher, dass afrikanische Hersteller über einen Zugang zum regionalen Markt verfügen und Teil der produktiveren regionalen Wertschöpfungsketten sind. Sie beinhaltet die Integration finanzieller Märkte, um Kapitalfluss unter Volks-wirtschaften zu vereinfachen. Außerdem unterstützt sie die Abwanderung von Arbeitskräften, um regionale Arbeitsmärkte effizienter zu machen und die Tore zu spezialisierter Produktion zu öffnen.

Die AU steht an der Spitze der Bewegung für Frieden, Sicherheit und Stabilität auf dem Kontinent. Wir glauben, dass es ohne diese Fundamente keine nachhaltige Entwicklung geben kann. Wir sind uns einig, dass Dialog und die friedliche Lösung von Konflikten die einzige Möglichkeit sind, dauerhaften Frieden und Stabilität für unsere Bevölkerung zu garantieren. Wir werden weiterhin zusammen daran arbeiten, eine bessere Zukunft für die Menschen Afrikas zu schaffen. (Brand South Africa / Hill+Knowlton Strategies)