HOTEL DESTERRO – Eine fiktionale Dokumentation von Lissabon nach Westafrika – Crowdfunding-Kampagne gestartet

HoteldesterroHOTEL DESTERRO wirft einen unverblümten Blick auf die Kolonialzeit der Europäer in Afrika, so als wäre es gestern gewesen. Der in Lissabon ansässige Vagabund Cesarió – in den afrikanischen Kolonien Portugals aufgewachsen – erinnert sich in fragmentarischen Anekdoten an die vergangene Zeit und gibt unverhohlen die teilweise selbstreflektierte Logik der Kolonisatoren frei. Dies wird kontrastiert mit einem Blick auf das jetzige, moderne Afrika. Junge Menschen kommen zu Wort, erzählen von ihren Ideen und geben so einen Einblick in die Ideale, Perspektiven und Probleme einer jungen afrikanischen Generation. So wird ein Bild Westafrikas gezeichnet, welches nicht viel mit den Klischees und europäischen Angstvorstellungen gemein hat. 

Hotel Desterro (Hotel der Vertriebenen) porträtiert ein im Stadtzentrum Lissabons gelegenes, ehemaliges Töpferareal, OLARIA DO DESTERRO (Die Töpferei der Vertriebenen) aus dem 19. Jahrhundert, sowie die Überführung eines ausrangierten Schulbusses aus diesem bis nach Guinea-Bissau (Westafrika). Der Bus dient dabei als Bühne für Zusammenkünfte, Konzerte und Gespräche, wie auch als mobiles Filmproduktionsbüro, bis er schließlich in Bissau als Stadtbus eine neue Verwendung findet.

Migration, Musik und der transkulturelle Austausch sind Themen, die sich in der Auseinandersetzung mit europäischer Kolonialgeschichte und dem neueren Migrationsdiskurs wiederfinden. Die Thematik wird anhand von Gesprächen, dokumentarischen Beobachtungen, fiktionalen Szenen und Konzerten erzählt.

Mehr Infos zum Projekt: HIER.
HIER gibts eine erste Vorschau
und HIER eine zweite, längere

 Da die Kosten bereits mehrfach das verfügbare Budget überschritten, haben die Produzenten sich entschlossen, mit einer Crowdfunding-Kampagne aktiv Partner und Unterstützer zu suchen. Sie kann unter www.startnext.com/hoteldesterro besucht werden und läuft noch bis Ende August. (randomkino.org)