IPG-Journal zum Kongo: Sensation in Zentralafrika

IPG-Journal zum Kongo: Sensation in ZentralafrikaDer Ausgang der Präsidentschaftswahlen im Kongo gilt als Sensation. Warum? Zum ersten Mal in der Geschichte des Kongos wurde ein Oppositionskandidat zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Nach der Unabhängigkeit im Jahr 1960 hat es hier noch niemals einen friedlichen Machtwechsel als Ergebnis von politischen Wahlen gegeben. Daher kann man das Ergebnis schon als Sensation bewerten. Sieger und damit zukünftiger Staatspräsident ist Félix Tshisekedi.

Es gibt nur einen Wahlgang, der größte Stimmenanteil entscheidet. Tshisekedi wurde mit 38,75% zum Wahlsieger erklärt, Martin Fayulu von einem anderen Oppositionsbündnis erhielt laut Wahlbehörde 34,83% und der Wunschkandidat des amtierenden Staatspräsidenten, Emmanuel Ramazani Shadary, landete mit 23,84% auf dem dritten Platz. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,56%.

Wer ist Félix Tshisekedi?

Félix Tshisekedi ist Chef der größten Oppositionspartei UDPS, der Union für Demokratie und Sozialen Fortschritt. Sein Vater Étienne Tshisekedi war jahrzehntelang der charismatische Anführer der Opposition, sowohl gegen Diktator Mobutu, der von 1982 bis 1997 an der Macht war als auch gegen dessen Nachfolger Laurent Kabila, Führer einer der zahlreichen Milizen, die im Bündnis mit dem Nachbarstaat Ruanda Mobutu aus dem Amt gejagt hat. Laurent Kabila wurde im Jahr 2001 von einem seiner Leibwächter ermordet. Sein damals 29 Jahre alter Sohn Joseph Kabila regiert das Land seitdem. Er übergibt seine Verantwortung nun am 19. Januar an Félix Tshisekedi. (IPG-Journal, Foto: youtube)

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