ITB 2012: Partnerland Ägypten erholt sich langsam

Aufholjagd im Tourismus nach politischen Wirren nötig
Partnerland der Internationalen Tourismusbörse (ITB) 2012 war Ägypten. Die politische Lage hat Urlaubssuchende in letzter Zeit davor abgehalten, bedenkenlos eine Reise in das Land der Pharaonen zu machen.

Der ägyptische Tourismusminister Mounior Fakhry Abdel Nour diskutierte mit Vertretern der Tourismusbranche darüber, wie es ein Jahr nach der Revolution politisch, wirtschaftlich und touristisch weitergehen sollte. „Touristen unterstützen uns ökonomisch und damit auch die Demokratisierung“, sagt der Minister. Es sei auch für Europa sicherer, wenn Ägypten politisch stabil sei.

Jeder Sechste vom Tourismus abhängig
Das Land am Nil war vor den politischen Unruhen ein Reiseland und möchte es auch wieder werden. Jeder sechste Arbeitsplatz in Ägypten ist vom Tourismus abhängig. Touristen bräuchten sich weiterhin nicht zu fürchten, Alkohol zu trinken oder Bikinis zu tragen. Ägypten sei zur Normalität zurückgekehrt. „Die deutsche Community in Ägypten ist sehr optimistisch: Alle Firmen sind in Ägypten geblieben, die Produktion war fast nirgends unterbrochen“, berichtet Rainer Herret von der deutsch-arabischen Industrie- und Handwerkskammer http://www.ahkmena.com/de .

Selbst 2011 zehn Mio. Urlauber
„Ägypten ist ein phantastisches Urlaubsland – und ich glaube, dass es definitiv auf dem richtigen Weg ist“, bestätigte Hans-Gustav Koch vom Deutschen Reiseverband http://www.drv.de , gegenüber pressetext. Bestimmte Regionen, wie etwa die Resorts am Roten Meer, seien auch im vergangen Jahr sicher gewesen. Die Reiseveranstalter konzentrieren ihr Geschäft weg von Kairo, hin zum Roten Meer. Trotz des massiven Besucherabbruchs bereisten auch 2011 immer noch zehn Mio. Urlaubsgäste das nordafrikanische Land. (pte, Foto: itb)