Kenia: Obama soll Homosexuellen-Thema nicht ansprechen

Kenia: Obama soll Homosexuellen-Thema nicht ansprechen

Angesichts des bevorstehenden Besuchs des amerikanischen Präsidenten Barack Obama Ende Juli in Kenia haben sich letzten Montag in Nairobi mehrere Hundert Personen zu einem « Marsch zum Schutz der Familie » zusammengeschlossen, die an ihn appellieren, das Thema Homosexualität dabei nicht anzusprechen. Initiator der Demo ist der evangelische Pastor Mark Kariuki. „Obama ist hier willkommen, aber die gay-Frage sollte er außen vor lassen. Die USA sind nicht Gott », erklärte er angesichts des neuen Gesetzes in den USA.

Auslöser war ein Statement des kenianischen Vizepräsidenten William Ruto (Foto) am Sonntag bei der Messe der Africa Inland Church Kenya, einer evangelischen Kirche in der Hauptstadt Nairobi. „Sie haben ja alle davon gehört, dass neulich in Amerika ein neues Gesetz zur Homosexualität verabschiedet worden ist. Aber hier in unserem Land verteidigen wir dass, was das richtig und was unser Glaube uns diktiert“, sagte er. Bereits im vergangenen Mai hatte er erklärt, dass Homosexualität in der kenianischen Gesellschaft nicht toleriert würde, denn das « vergewaltigt unseren religiösen und kulturellen Glauben ».

Die Protestierer stürmen nun den Twitteraccount von Barack Obama unter dem hashtag #KenyansMessageToObama.

Barack Obama wird Kenia im Rahmen des Globalen Unternehmergipfels (GES) besuchen, wo es um schnelleres wirtschaftliches Wachstum, Stärkung der Institutionen und Verbesserung der Sicherheit im Land gehen wird. (afrik.com, Foto : WTO)