Köln: Vernissagen, Klubnacht & Live-Musik – Afrika-Filmfestival „Jenseits von Europa XIII“

Köln: Vernissagen, Klubnacht & Live-Musik – Afrika-Filmfestival „Jenseits von Europa XIII“

Der gesamte September ist in Köln ein Afrika-Festival-Monat. Der Prolog zum Filmfestival „Jenseits von Europa XIII“ begann bereits am 5. September mit einem afrikanischen Kurzfilmprogramm in der Reihe „Art&Amen“ der Kirche St. Michael am Brüsseler Platz.
Am 10.9. folgte im Institut français die Vernissage der Fotoausstellung mit Portraits von Persönlichkeiten des afrikanischen und karibischen Kinos (bis 2. Oktober).

Eine Lesung des südafrikanischen Schriftstellers Sonvabiso Ngcowa, moderiert von Lutz van Dijk, leitete am 11. September im gut besuchten Allerweltshaus den Festivalschwerpunkt „Queer Africa“ literarisch ein: sein Roman „Nanas Liebe“ erzählt von einem lesbischen Mädchen. In eingespielten Video-Botschaften riefen prominente SüdafrikanerInnen (wie Erzbischof Desmond Tutu) zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen auf. (Siehe: https://www.youtube.com/user/itgetsbettercapetown)

Bei der „offiziellen Klubnacht von Funkhaus Europa zum Afrika Film Festival 2014“ gab es im Kölner Roxy-Club gleich zwei gefeierte Auftritte von Musikerinnen aus dem Umfeld von Patrice: News Melane bot Songs in der kongolesischen Sprache Lingala. Die zwischen Paris und Köln pendelnde Sängerin NORAA präsentierte sich erstmals mit eigener Band. Das begeisterte Publikum erklatschte sich Zugaben von beiden und tanzte danach zum Global Player Sound System bis in den frühen Morgen.

Schon zum dritten Mal bot die Kinder- und Jugendeinrichtung Northside in Chorweiler am 14. September in Kooperation mit FilmInitiativ einen afrikanisches Viertelsfest mit Musik, Essen und Kino. In diesem Jahr beteiligte sich der Interkulturelle Dienst der Stadt Köln daran, der eritreische Kultur und Sozialverein bot ostafrikanische Spezialitäten und für Kinder war eine Hüpfburg aufgebaut. Mehr als 100 BesucherInnen, darunter die Mehrheit aus afrikanischen Communities, genossen den spätsommerlich warmen Nachmittag und amüsierten sich anschließend über den von FilmInitiativ präsentierten Spielfilm OUAGA SAGA von Dani Kouyaté aus Burkina Faso.

Fast bis auf den letzten Platz gefüllt war am 16.9. der große Veranstaltungsraum der Zentralbibliothek am Neumarkt, als dort die Ausstellung „Trugbild oder Chance? – Afrikas Einheit aus Sicht afrikanischer Cartoonisten“ eröffnet wurde. Joseph Akwasi Akiwumi, Filmemacher aus Ghana, stellte seine Dokumentation A TRIBUTE OF UNITY über den ghanaischen Künstler vor, der vor 50 Jahren das Logo der Afrikanischen Einheit kreiert hat. Der aus Nigeria stammende und in München lebende Uche Akpulu referierte über die Ideen-Geschichte des Panafrikanismus. Und Aly Keita, ein international erfolgreicher Musiker aus der Elfenbeinküste, begeisterte das Publikum mit einem grandiosen Solokonzert am Balafon. Die Cartoon-Austellung ist bis zum 25. Oktober zu sehen und animierte die Kölner Zentralbibliothek – auf Empfehlung von FilmInitiativ – zur Anschaffung von 30 DVDs mit Filmen aus Afrika, die ab Oktober zur Ausleihe zur Verfügung stehen.