Kongo / Luftfahrt: Fatima Beyina-Moussa: „Nach Belieben innerhalb Afrikas fliegen zu können – dafür kämpft die AFRAA!“

fatima02Fatima Beyina-Moussa, Generaldirektorin der Equatorial Congo Airlines (ECAir), der nationalen Fluggesellschaft der Republik Kongo, seit November 2014 Präsidentin der AFRAA, dem Verband der afrikanischen Fluggesellschaften, nähert sich dem Ende ihrer Amtszeit. Zwei Wochen vor der 47. Generalversammlung der AFRAA von 8. bis 10.11. in Brazzaville (Republik Kongo), unter dem Thema „Open Skies: Wachstum durch Wettbewerb und Zusammenarbeit“, zieht sie Bilanz ihrer Arbeit an der Spitze des Verbands.

 

„Es war mir eine Ehre, Sprecherin meiner Kollegen, der Chefs der afrikanischen Fluggesellschaften zu sein. Ich habe die Akteure der afrikanischen und internationalen Luftfahrt kennen gelernt, wie Tony Tyler, den Generaldirektor der International Air Transport Association (IATA) und konnte politische Entscheidungsträger, wie Nkosazana Dlamini-Zuma, Präsidentin der Afrikanischen Union, treffen und die Bedeutung der Zusammenarbeit, der Liberalisierung des afrikanischen Himmels, ansprechen. Ich habe das Gefühl, dass sich die Dinge ändern, dass man uns hört. Die AFRAA hat viel für die Entwicklung des Luftverkehrs in Afrika getan. Der Generalsekretär der AFRAA, Dr. Elias Chingosho und sein Team machen eine hervorragende Arbeit und es war toll für mich, gemeinsam mit ihnen meinen Beitrag zu leisten“.

 

Der Luftverkehrsmarkt in Afrika ist dabei, zu einem der führenden in der Welt zu werden, mit über einer Milliarde Menschen, wovon ein Drittel der Mittelschicht angehört, und die sind es , die reisen. Der Luftverkehr in Afrika wächst um 5,2% pro Jahr, das niedrigste Wachstum haben Nordamerika (+ 2,3%) und Europa (+ 3,8%). In Nairobi, anlässlich des IATA Aviation Day im Juni, hat ihr Leiter, Tony Tyler, die afrikanischen Staaten ermahnt, endlich den Beschluss von Yamoussoukro umzusetzen, mit dem vor 15 Jahren bereits die Abssciht erklärt wurde, die afrikanischen Länder für die Liberalisierung des Himmels frei zu machen.

 

„Manchmal ist es einfacher, wenn man von einem afrikanischen Land in ein anderes fliegen will, Afrika zu verlassen und dann wieder einzureisen, über Dubai oder Paris. Wir wollen um jeden Preis, dass sich das ändert. Bessere Reisemöglichkeiten innerhalb Afrikas können nur von Vorteil für die Fluggesellschaften und Passagiere sein. Nicht nur die Verbindungen zwischen afrikanischen Ländern sind unzureichend sind, es gibt auch nicht genügend Drehkreuze innerhalb des Kontinents. Nach Belieben durch Afrika fliegen zu können, dafür kämpft die AFRAA“, erklärt Fatima Beyina-Moussa.

 

Equatorial Congo Airlines, die bereits mehr als eine Million Passagiere befördert hat, wird über 400 Experten der afrikanischen Luftfahrt im November Brazzaville willkommen heißen. AFRICA live wird vor Ort sein und berichten. (ia, Foto: ECAir)