Neues Schutzgebiet an Kenias Küste

An Kenias Nordküste wird aktuell ein neues Wildschutzgebiet erschlossen: Die Amu Ranch ist ein über 250 km² großes Landstück, welches von Küstenwald und Savannen geprägt ist. Das Gebiet ist die Heimat großer Büffelherden, von Netzgiraffen,

Elefanten, Flusspferden, Löwen und vieler anderer afrikanischer Großtiere, die auch in Kenia abseits der staatlich ausgewiesenen Schutzgebiete nur noch selten anzutreffen sind. Sogar zwei Rudel der vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhunde wurden hier schon mehrfach gesichtet.

Lange Zeit war dieser einzigartige Lebensraum durch unkontrolliertes Weiden von Rindern, Brandrodungen, das Schlagen von Feuerholz und illegale Jagd bedroht. Im Februar 2011 erhielt der David Sheldrick Wildlife Trust von den lokalen Kommunen die Konzession für die Amu Ranch, in der Absicht, in enger Zusammenarbeit mit dem Lamu Conservation Trust die ursprüngliche Natur dieses Gebietes zu erhalten und eine nachhaltige touristische Nutzung zu ermöglichen.

Die Amu Ranch liegt westlich der diesem Küstenbereich vorgelagerten Insel Lamu, rund 300 Kilometer nördlich von Mombasa. Lamu gilt mit seiner als Welterbe der UNESCO geschützten Altstadt als die Wiege der Swahili-Kultur. Eine nachhaltige Erschließung der Amu Ranch würde die Anziehungskraft von Kenias Nordküste enorm steigern und gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, die Naturwunder der Region mit Hilfe der Einnahmen aus dem Tourismus dauerhaft zu erhalten.

Der David Sheldrick Wildlife Trust, der das Schutzprojekt betreut, ist eine in Nairobi ansässige Naturschutzstiftung, die nach dem 1977 verstorbenen Gründer des Tsavo-Nationalparks benannt wurde. Das international bekannteste Projekt der Stiftung ist das von David Sheldricks Witwe Daphne betriebene Elefantenwaisenhaus in Nairobi. Offizieller deutscher Partner der Stiftung ist der Verein zur Rettung der Elefanten Afrikas e.V. Weitere Informationen unter www.reaev.de. (Kenya Tourism Board, Text + Foto)