Nigeria: OP-Team gelingt Trennung von siamesischen Zwillingen

Eine nigerianische Universitätsklinik hat im Bundesstaat Kwara erfolgreich siamesische Zwillinge getrennt. Der Krankenhausdirektor lobte diese Leistung und appellierte an seine Landsleute, den „Medizintourismus ins Ausland“ zu überdenken.

Die Babys wurden von einem 66-köpfigen nigerianischen Team aus Kinderchirurgen, Kinderärzten, Kinderkardiologen, Anästhesisten, Herz-Thorax-Chirurgen, Krankenschwestern, Pharmazeuten etc. getrennt. Ein beachtlicher Erfolg, wenn man bedenkt, dass die Leistung des Ärzteteams der Einrichtung trotz des Mangels an Ausrüstung im Universitätskrankenhaus von Ilorin (UITH) im Bundesstaat Kwara, Nigeria, erzielt wurde.

Der Direktor des UITH, Professor Abdullah Yussuf, sprach am Freitag vor Journalisten in Ilorin und schrieb den Erfolg dem 66-köpfigen Team zu, das die Operation durchführte. Er sagte, dass der Medizintourismus privilegierter Nigerianer ins Ausland unterbrochen werden könnte, wenn die notwendige medizinische Ausrüstung in den öffentlichen Krankenhäusern des Landes zur Verfügung gestellt würde. Geleitet wurde das Team von dem Kinderchirurgen Professor Lukman Abdul-Rahman.

Professor Abdullah Yussuf wies auch darauf hin, dass eine Unterstützung durch juristische Personen in dieser Hinsicht sehr hilfreich wäre, da die nigerianische Regierung allein nicht alle Gesundheitsbedürfnisse ihrer Bürger erfüllen könne.

„Wir sind auch denjenigen dankbar, die enorm zum Erfolg der Operation beigetragen haben, insbesondere dem Gouverneur des Staates Kwara, Abdul Rahman Abdul Razaq. Er unterstützte den Prozess, indem er uns eine beträchtliche Geldsumme zur Verfügung stellte, was uns bei der Durchführung dieser Operation zu Hilfe kam“, sagte Yussuf. (afrik.com)