Nigeria: Präsident Goodluck Jonathan knapp einem Attentat entkommen

Nigeria: Präsident Goodluck Jonathan knapp einem Attentat entkommen

Zwei Selbstmordattentäterinnen sprengten sich in einem Stadion in Gombe im Norden Nigerias in die Luft, drei Minuten nach Abfahrt von Präsident Goodluck Jonathan, der dort eine Kundgebung für die in 12 Tagen stattfindende Präsidentschaftswahl abgehalten hatte. Er scheint nur ganz knapp einem Attentat entkommen zu sein.

Obwohl bisher nicht bestätigt, führt man das Attentat auf Boko Haram zurück. Die bewaffnete Gruppe greift neuerdings auch auf Frauen zurück, um ihre Angriffe durchzuführen.

 

Die Lage in Nigeria ist immer gespannter angesichts der in 12 Tagen stattfindenden Wahlen. Um Goodluck Jonathans Absicht, erneut Präsident zu werden, zu konterkarieren, multipliziert Boko Haram seine tödlichen Angriffe.

 

Nigeria ist die größte Wirtschaftsmacht Afrikas, hat mittlerweile Südafrika überholt. Das bevölkerungsreichste Land mit fast 185 Millionen Menschen, ist ein Riese auf tönernen Füßen, weil es sich weiterhin schwertut beim Kampf gegen Boko Haram, die bereits mehrere Städte im Norden eingenommen hat. Derzeit versuchen tschadische Truppen an der Grenze zu Kamerun, das schnelle Voranschreiten der Terrorgruppe in die strategische Stadt Maiduguri zu stoppen.

 

Obwohl die tschadische Armee einen sehr guten Ruf als effektive Truppe hat, ist der Kampf noch lange nicht vorbei. Die bewaffnete Boko Haram ist sehr gut ausgestattet und organisiert und hat gezeigt, dass sie zur Durchführung von Angriffen an verschiedenen Fronten in der Lage ist. Es wird keine leichte Aufgabe sein, sie aus den besetzten Nordstädten zu verdrängen. Seit 2009 hat Boko Haram mehr als 13.000 Tote auf seinem Konto zu verzeichnen, eine Bilanz, die in absehbarer Zeit zweifellos ansteigen wird. (Quelle: afrik.com, Foto: Copyright by World Economic Forum, swiss-image.ch/Photo Remy Steinegger)