Nizza-Attentat: der Tod des kleinen Kylian erschüttert Afrika

KylianDas Attentat von Nizza am 14. Juli 2016 hat die Welt schockiert. In Afrika bewegt insbesondere der Tod des kleinen Kylian (4) viele Menschen.

Unter denen, die in dieser Tragödie ihr Leben lassen mussten, ist der kleine Mejri Kylian, 4 Jahre alt. Sein Vater (39), ein Mann aus Nizza, hatte zunächst auf allen Kanälen des französischen Fernsehens, das Bild seines Sohnes in der Hand, bestürzt erklärt, dass er seine Frau am Abend des Dramas verloren habe. Von seinem Sohn hatte er nur den Roller gefunden. „Ich rief überall an, Polizeistationen, Krankenhäuser, habs auf Facebook gesetzt, aber ich habe meinen Sohn nicht gefunden. Ich suche ihn seit 48 Stunden. Meine Frau ist tot, mein Sohn, wo ist er? “ rief er.

Sein Sohn starb auch. Überall auf der Welt teilt man den unerträglichen Schmerz dieses Mannes, insbesondere in Afrika.

In Mali, kommt Aminata Diakité, eine Geschäftsfrau 30 Jahren, immer noch nicht drüber. „Mir lief eine Gänsehaut über den Rücken, als ich das hörte“, sagt sie. Ich war völlig erschlagen, als ich diesem Drama erfuhr. Es ist furchtbar, dass so viele Menschen auf diese Art sterben mussten. Insbesondere der Tod des kleinen Kylian hat mich tief berührt. Ein unschuldiges Kind wie er musste so sterben.“

In der Côte d’Ivoire drückt Francis Ambavi aus Benin sein Entsetzen über das Drama aus. „Menschen, die so etwas tun, sind Sadisten. Da kriegt man ja das Grauen. Ich gedenke all der Opfer, es traurig und sehr bitter für die ganze Welt. Ganz besonders nahe geht mir der Tod dieses 4-jährigen kleinen Jungen. Ich sehe das, als wäre es mein eigener Sohn oder mein Neffe, die dieses tragische Schicksal erlitten haben“.

In Senegal, hält Amadou Diop nicht mit seiner Bitterkeit hinter den Berg. „Weil es ein Bild zum Namen dieses Kleinen gibt, bestürzt mich der tragische Tod des kleinen Kylian besonders. Wenn ich sein glückliches Gesicht sehe, strahlend, voller Hoffnung auf die Zukunft … Sehr schwer zu ertragen. Frankreich hat das nicht verdient. Die Franzosen nicht. Niemand in der Welt verdient, so zu sterben. Er hat auch tunesischen Bruder getötet, seine französischen Brüder und Schwestern, Amerikaner, Afrikaner … In dieser Welt sind wir doch alle Brüder und Schwestern. So etwas darf es nie wieder geben“! (afrik.com, Text + Foto)