ONE begrüßt Mittelerhöhungen für Landwirtschaftsprogramme

ONE begrüßt Mittelerhöhungen für Landwirtschaftsprogramme

Zum Ende der Konferenz „Eine Welt ohne Hunger“ zieht die entwicklungspolitische Organisation ONE positiv Bilanz. Mit den angekündigten 1,5 Milliarden Euro pro Jahr für Ernährungssicherung geht Deutschland den richtigen Weg, um Hunger zu bekämpfen.

 

Tobias Kahler, Deutschlanddirektor von ONE, unterstreicht: „Der Entwicklungsminister setzt die richtigen Akzente, um den Welthunger zu beenden. In den ärmsten Ländern südlich der Sahara ist Wachstum im landwirtschaftlichen Bereich elf Mal so effektiv, um extreme Armut zu bekämpfen wie Wachstum in anderen Wirtschaftsbereichen. Die Stärkung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten ist eine der großen Herausforderungen im Kampf gegen extreme Armut und Hunger. Notwendig ist in diesem Zusammenhang die Einbeziehung und Förderung von Kleinbauern, da diese den Großteil der Nahrungsmittel produzieren. Mehr als zwei Drittel der Afrikaner verdienen zudem ihr Geld direkt oder indirekt mit der Landwirtschaft. Es ist wichtig, dass die Investitionen des Entwicklungsministeriums auf bestehende ländereigene Landwirtschaftsstrategien der Partnerländer abgestimmt sind“.

 

Besondere Hoffnung setzt Kahler auf die G7-Gastgeberin Angela Merkel: „Die Bundeskanzlerin hat das Ende extremer Armut als ein Thema ihres G7-Gipfels genannt; hier spielt die Landwirtschaft eine zentrale Rolle. Wir erhoffen uns deswegen von den G7 massive Anstrengungen, um zu helfen, Hunderte von Millionen Menschen aus Hunger und Mangelernährung zu holen.“

 

Zudem spielt die Stärkung von Frauen eine besondere Rolle. Aktuell liegt die Produktivität von Frauen in der Landwirtschaft im Schnitt 23-66 Prozent unter der der Männer, weil sie schlechteren Zugang zu Produktionsmitteln haben. Kahler fordert daher: „Bei allen entwicklungspolitischen Initiativen müssen Frauen und Mädchen berücksichtigt und gestärkt werden. Zirka die Hälfte der Bauern in Afrika sind Frauen. Hätten sie den gleichen Zugang zu Produktionsmitteln wie Männer, würde die Zahl der chronisch Hungernden weltweit um 100-150 Millionen sinken.“

 

Mehr Informationen zur Bedeutung der Stärkung von Frauen in der Entwicklungszusammenarbeit finden Sie im aktuellen ONE-Bericht „Armut ist sexistisch“: http://www.one.org/de/presse/neuer-one-bericht-armut-ist-sexistisch/

(ONE, Foto: irin)