Open Society unterstützt die Rückgabe von afrikanischem Kulturerbe mit 15 Mio. Dollar

Open Society unterstützt die Rückgabe von afrikanischem Kulturerbe mit 15 Mio. Dollar

NEW YORK – Die Open Society Foundations kündigt heute eine Initiative in Höhe von 15 Mio. US-Dollar an, um die Bemühungen zur Rückgabe von Kulturgütern, die vom afrikanischen Kontinent geplündert wurden, zu verstärken. Diese vierjährige Initiative wird Netzwerke und Unternehmen unterstützen, die sich dafür einsetzen, Afrikas Erbe den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben.

„Das Erbe der kolonialen Gewalt hat tiefe Auswirkungen auf die Art und Weise, wie Rassismus und Machtverhältnisse heute aufrechterhalten werden. Es handelt sich hierbei nicht nur darum, Kunststücke zurückzugeben, sondern die Essenz dieser Kulturen wiederherzustellen“, sagt Patrick Gaspard, Präsident der Open Society. „Wir sind stolz darauf, diese Bewegung zur Versöhnung historischer Fehler als Teil unserer Mission, wahre Gerechtigkeit voranzutreiben, zu unterstützen.“

Seit Jahrzehnten setzen sich die Afrikaner für die Rückgabe dieses Erbes ein – nicht nur Kunst und Zeremonialobjekte, sondern auch menschliche Überreste, naturkundliche Exemplare, Archive und immaterielles Kulturerbe wie Tonaufnahmen und Fotos. Aus den Stücken, die bei Militärangriffen und Gräueltaten in Magdala, Namibia und Nigeria geplündert wurden, sind ganze Sammlungen entstanden.

„Da ein Großteil des vorkolonialen Kulturerbes Afrikas in europäischen Museen untergebracht ist, sind diese Artefakte für Millionen auf dem afrikanischen Kontinent unerreichbar, obwohl sie ein Recht auf eigenes Wissen und eigene kulturelle Produktion haben,“ sagt Rashida Bumbray, Leiterin für Kultur und Kunst bei Open Society. „Bei der Wiederherstellung geht es nicht nur darum, die Vergangenheit zu rechtfertigen, sondern auch um den Zugang zum eigenen Erbe und die Notwendigkeit, diese Verbindung für zukünftige Generationen zu erhalten.“

Open Society wird laufende Forschungen und Initiativen zur Wiederherstellung des afrikanischen Kulturerbes unterstützen, einschließlich der Empfehlungen eines bahnbrechenden Berichts, der im vergangenen Jahr von Felwine Sarr, dem Ökonomen und Vorsitzenden der Open Society Initiative for West Africa, und der Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy veröffentlicht wurde. Der Bericht fordert die vollständige Rückgabe von Werken in französischen Museumssammlungen, die aus ehemaligen afrikanischen Kolonien geplündert wurden.

In Zusammenarbeit mit Museen, Regierungen, Künstlern, Wissenschaftlern und der Zivilgesellschaft wird die Initiative Kollegen aus allen Open Society Foundations einbeziehen, angeführt von Rashida Bumbray, Leiterin für Kultur und Kunst bei Open Society, Anthony Richter, Leiter für Sonderinitiativen, und Ayisha Osori, Leiterin der Open Society Initiative for West Africa. Die Gewährung von Zuschüssen wird die Bedürfnisse und Prioritäten Afrikas in den Vordergrund stellen und kann die Unterstützung von Basisorganisationen, den Aufbau von Kooperationen, Rechtsstreitigkeiten, die öffentliche Überwachung und Expertengespräche mit afrikanischen Wissenschaftlern, Kultur- und Kreativschaffenden, spirituellen Führern, Politikern und anderen umfassen.

Über die Open Society Foundations:
Die Open Society Foundations ist die weltweit größte Stiftung und Förderer von zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich für Menschenrechte, Demokratie und soziale Gerechtigkeit einsetzt. Sie unterstützt durch ein weltweites Netzwerk an regionalen Stiftungen und Büros zahlreiche Projekte und Initiativen in mehr als 120 Ländern.