Ouagadougou / FESPACO: 1969 – 2019  Bilder von Afrika

Ouagadougou / FESPACO: 1969 - 2019  Bilder von AfrikaSeit nunmehr fünfzig Jahren stellen sich alle zwei Jahre die neuesten afrikanischen Filme dem internationalen Publikum.  Zentraler Anknüpfungspunkt der 26. Ausgabe von FESPACO  ist das diesjährige Thema „Vergangenes und Zukunft des afrikanischen Kinos „ (Mémoire et Avenir des Cinémas africains).

Eindrucksvoll die von den Zuschauern begeistert aufgenommene Eröffnungszeremonie. Umrahmt wurde das Programm vom nationalen Ballett aus Ruanda, den tänzerischen Einlagen der burkinischen Artisten, den sechs Musikgruppen u.a Sana Bob,  Habibou Sawadago , den Willkommensreden der Präsidenten von Burkina Faso und Ruanda, sowie der Verantwortlichen.

Wieder werden insgesamt 200 Filme vorgestellt, aus Ägypten, Algerien, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Ghana, Kamerun, Kenia, Kongo Brazzaville, Mali, Marokko,  Mauretanien, Mauritius, Mosambik, Nigeria, Ruanda, Sudan, Südafrika, Tansania und Tunesien, im Wettbewerb um die zahlreichen Auszeichnungen.

In diesem Jahr steht Ruanda im Fokus. Der Eröffnungsfilm nimmt die Geschichte von zwei Soldaten aus Ruanda in den Mittelpunkt, die im kongolesischen Dschungel versuchen, zu überleben.

Den Gewinnern der vergangenen FESPACO Auszeichnungen ist eine Retroperspektive ihrer filmischen Beiträge gewidmet. Die dazu erstellte Veröffentlichung sowie die Fotoausstellung dokumentieren diese Phase mit Bildern und Konzepten ihrer 50-jährigen Geschichte.

Spezialpreise werden für 20 Filme ganz unterschiedlichen Charakters von vier Strukturen vergeben, von internationalen, von Regierungen, von diplomatischen Vertretungen, von privaten und nichtstaatlichen Organisationen.  Darunter ist der Spezialpreis „Thomas Sankara“ und „Miriam Makeba“.

Neu ist auch in diesem Jahr die Wiederbelebung der Dokumentarfilme. Ebenso sollen Animationsfilme stärker in den Vordergrund der Betrachtung gerückt  werden.

Neben diesen Neuerungen sind Seminare, Diskussionsrunden, das mobile Kino, in diesem Jahr mit ihren Vorstellungen in den Stadtteilen im umfangreichen Angebot. Die Ausstellung der Stiftung Joseph Zerbo zeigt die panafrikanischen Heldinnen und Helden. Das afrikanische Filmnetzwerk FEPACI, ein Zusammenschluss von Filmschaffenden diskutiert das aktuelle Kinogeschehen und entwickelt Perspektiven für die afrikanische Filmbranche. In diesem Rahmen werden auch Arbeiten der Studenten der Filmhochschule präsentiert.

„Filme sind wie Spiegel“, so Professor Joseph Pare von der Universität Ouagadougou.

Es wird interessant und aufschlussreich, welche der Filme in diesem Jahr mit den begehrten Preisen des Festivals ausgezeichnet werden. (Theresa Endres)