Posting in Südafrika schmäht Farbige als „Affen“

AfricanDie regierende Partei Südafrikas, der African National Congress (ANC) hat dazu aufgerufen, künftig eine härtere Gangart gegenüber Rassismus und Hass-Postings einzuschlagen. Hintergrund ist ein Facebook-Posting, in dem farbige Bürger als „Affen“ bezeichnet werden, die überall „ihren Dreck“ hinterlassen. Nach Auftauchen der Meldung war ein regelrechter Rassismus-Skandal in der „Regenbogennation“ ausgebrochen, der seine Auswirkungen bis in höchste Regierungskreise zeigte. Diese fordern nun strengere Gesetze und bessere Aufklärung.

 

Politik will härter durchgreifen

„Diese Affen, denen es zu Silvester und am Neujahrstag erlaubt wird, öffentliche Strände zu bevölkern, verfügen offensichtlich über keinerlei Bildung. Wenn man sie von der Leine lässt, ist das gleichzeitig eine Einladung, dass sie überall ihren Dreck hinterlassen und so zu einem Problem für uns werden, das uns Unbehagen bereitet“, so Penny Sparrow, eine ehemalige Immobilienmaklerin, in ihrem Facebook-Posting. Dieses wurde innerhalb kürzester Zeit unter der Internet-Community verbreitet und löste heftige Proteste sowohl bei privaten Bürgern als auch bei offiziellen politischen Organisationen des Landes aus.

 

Letztere sehen im aktuellen Rassismus-Skandal offensichtlich vor allem ein Zeichen für ein Versagen entsprechender Aufklärung im Schulunterricht: „In Südafrika sollte es eigentlich Pflicht sein, dass jungen Menschen schon so früh wie möglich beigebracht wird, Rassismus abzulehnen“, zitiert der „NewScientist“ den ANC-Sprecher Sihle Zikalala. Deshalb werde sich die Regierung ab sofort noch stärker dafür einsetzen, dass derartige Themen als fester Bestandteil des Lehrplans in den Schulen im ganzen Land verankert werden. Doch auch eine generelle Verschärfung der gegenwärtigen Gesetzeslage werde bereits ausgiebig geprüft.

 

Strafrechtliche Konsequenzen

Für die betroffene Facebook-Posterin wird ihre rassistische Meldung aber womöglich auch ohne neue, strengere Gesetze drastische Konsequenzen haben. Trotz der Tatsache, dass sie sich mittlerweile dafür entschuldigt hat, drohen Sparrow nämlich auch konkrete strafrechtliche Konsequenzen. Wie genau diese aussehen könnten, darüber soll nun die Human Rights Commission Südafrikas beraten. Sollte sie schuldig gesprochen werden, die Würde anderer in ungesetzlicher und vorsätzlicher Weise beschädigt zu haben, könnte sie zumindest zu einer Geldstrafe, nicht aber zu Haft, verdonnert werden. (pte)