Präsident der algerischen Nationalen Front: Polisario soll bewaffneten Kampf wieder aufnehmen

polisarioPolisario bezeichnet Marokko als Faktor der Instabilität in Nordafrika

Die 6. Sommeruniversität der Führungskräfte der Polisario ging am Samstag im algerischen Boumerdès zuende. Lt. der algerischen Tageszeitung El Watan beschuldigte Lebsir Salem, Mitglied des Nationalen Sekretariats der Polisario, in seiner Abschlussrede Marokko als „Faktor der Instabilität in Nordafrika“.

 

„Marokko ist der größte Produzent und Exporteur von Drogen in der Welt. Die schmutzigen Drogengelder sind bei der Gründung, Finanzierung und Förderung von Banden organisierter Kriminalität und Terrorgruppen direkt involviert. Dies hat zu Spannungen und Instabilität in sämtlichen Sahel-Ländern und Nordwestafrika“ geführt, erklärte Salem lt. El Watan.

 

Er drängte die UNO auf, Verantwortung zu übernehmen, denn es müsse endlich Frieden in dieser Region Afrikas herrschen, und das geschähe in erster Linie durch eine gerechte und demokratische Lösung des Saharakonflikts. Es sei die Pflicht der Vereinten Nationen, die Resolution 1514, die fordert, ein rasches und bedingungsloses Ende des Kolonialismus in allen seinen Formen und in allen seinen Erscheinungsformen zu gewährleisten. Und der Westsahara sei da zuallererst betroffen.

 

Beschämend nannte er das Schweigen der internationalen Gemeinschaft in Bezug auf die „schweren Verstöße gegen die Menschenrechte in den besetzten Gebieten der Westsahara und die Plünderung der natürlichen Ressourcen durch den marokkanischen Kolonialherren“. Diese Meinung teilten auch anwesende Algerier, die die „Praktiken der marokkanischen Regimes und seine Kolonialpolitik in der Westsahara“ scharf verurteilten. Unter ihnen Moussa Touati, Präsident der algerischen Nationalen Front (FNA), der in seiner Rede die „Expansionspolitik Marokkos“ kritisierte.

 

Touati schlug den Sahraouis sogar vor, den bewaffneten Kampf wieder aufzunehmen. „Wenn Sie sehen, dass politisches Handeln nicht zu einer Lösung des Konflikts führen, sollten Sie den Waffen zu greifen und in den Krieg ziehen“, betonte er. (Quelle afrik.com)