Radiotipp: zur Erinnerung an Hadja Kitagbe Kaba, Gründerin des Berliner Vereins „Mama Africa“

Radiotipp: zur Erinnerung an Hadja Kitagbe Kaba, Gründerin des Berliner Vereins "Mama Africa"Sonntag, 12.05.2019, 9.04 – 9.30 Uhr / rbbKultur: Gott und die Welt – Verschämt, verstummt, verstümmelt – Frauen in Guinea

Das westafrikanische Guinea ist reich an Bodenschätzen, doch die meisten Menschen haben kaum genug zum Leben. Bildung wird so zum Luxus: Nur 29 Prozent der Erwachsenen können lesen und schreiben, nur eine Minderheit davon sind Frauen. Im vorherrschenden Patriarchat sind die Rollen in der Familie und der Gesellschaft streng aufgeteilt. Mädchen werden früh verheiratet und Mütter, sie arbeiten hart und sind anfälliger für Krankheiten. Fast alle sind beschnitten, obwohl das offiziell verboten ist. Weil die Genitalverstümmelung ein Gesundheitsrisiko birgt, wird der Eingriff zunehmend von medizinischem Personal statt von traditionellen Beschneiderinnen durchgeführt. Doch aufgeben wollen selbst die Frauen diese angeblich islamische Tradition nicht, denn nur beschnittene Mädchen gelten als rein.

Zur Erinnerung an Hadja Kitagbe Kaba, der Gründerin des Berliner Vereins „Mama Africa“ wird zum Muttertag am 12. Mai im Kulturradio vom RBB diese Sendung über weibliche Genitalverstümmelung in Guinea, in der die viel zu früh verstorbene Hadja Kitagbe Kaba ausführlich zu Wort kommt, wiederholt. (rbb)