Ranomafana/Madagaskar: Das Land des Goldenen Bambuslemuren

Mit der Entdeckung des „Goldenen Bambuslemuren“ im Jahre 1986 wurde das Waldgebiet bei „Ranomafana“ mit einem Schlag bekannt. Mit 43.500 Hektars bildet der kurz darauf ausgewiesene Nationalpark nördlich der Stadt Fianarantsoa das drittgrößte Schutzgebiet Madagaskars.

Das Gebiet ist bedeckt von üppigen Bergregenwäldern und zählt mit seiner Tier- und Pflanzenwelt zu den artenreichsten Gebieten der Insel. 70 Prozent des ge-samten Parks wurden noch nicht einmal betreten. Bisher wurden 115 Vogel- und zwölf Lemurenarten, darunter der Goldene und der Große Bambuslemur, entdeckt, zudem 31 weitere Säugetierarten, knapp 100 Amphibien- und 60 Reptilienarten und eine große Menge an Schmetterlingen. Der von Bachläufen und Wasserfällen durchzogene Park kann durch ein gut ausgebautes Wanderwegnetz mit fachkundigen Führern erkundet werden. Für die im Umkreis lebende Bevölkerung ist der Park mit seinen zahlreichen naturinteressierten Besuchern eine bedeutende Einkommensquelle und stellt ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Ökotourismus und nachhaltiger Entwicklung dar. Die Eintrittsgelder der Besucher fließen zur Hälfte in Projekte zugunsten der einheimischen Bevölkerung. Der Eintritt beträgt 25.000 Ariary (ca. 8,80 EUR).

„Ranomafana“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „Warmes Wasser“. In dem Gebiet gibt es verschiedene Thermalquellen, die in der gleichnamigen Kleinstadt bei Heilbehandlungen, Massagen und in einem Thermalbad ge-nutzt werden können. Von Fianarantsoa aus werden Tagestouren in den Park angeboten. Diese beinhalten den Transport, eine etwa vierstündige Naturführung, ein Picknick und einen Besuch der Thermen. Die Kosten betragen 120.000 Ariary (ca. 42 EUR) pro Person. (presseanzeiger)