Ruandisches Parlament empfängt Bundestagsabgeordnete

Ruandisches Parlament empfängt Bundestagsabgeordnete

Unter der Leitung von Anita Schäfer (CDU/CSU) reiste eine siebenköpfige und parteiübergreifende Delegation von Bundestagsabgeordneten vom 14.bis 18. Februar 2015 nach Ruanda. Die Parlamentariergruppe Östliches Afrika wurde vom ruandischen Parlament im Süden des Landes an der ruandisch-burundischen Grenze (Akanyaru) empfangen. Die Bundestagsabgeordneten hatten zuvor Kenia und Burundi besucht.

 

Zentrale Gesprächsthemen während des viertägigen Besuchs waren die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Demokratie und Menschenrechte, die Situation von Frauen, Gesundheit und Bildung. Dabei war ein besonderer Schwerpunkt die Bewältigung der Folgen des verheerenden Völkermords von 1994 durch die ruandische Bevölkerung.

 

Bei ihrer Ankunft in Kigali gedachte die Delegation der Opfer des Völkermords an den Tutsi mit einer Kranzniederlegung in der Gedenkstätte von Gisozi. Ferner traf sie den Vorsitzenden des ruandischen Senats Bernard Makuza (Foto), der den deutschen Amtskollegen von den aktuellen Entwicklungen in Ruanda berichtete. Er sagte, dass Deutschland gerade in der schwierigen Zeit nach dem Völkermord ein verlässlicher Partner für Ruanda gewesen sei.

 

Die Delegation führte zudem Gespräche im Bildungsministerium und besichtigte Ausbildungszentren. Des Weiteren besuchten die Mitglieder des Bundestages Kooperativen, die insbesondere die finanzielle Sicherheit von Frauen und zugleich den Versöhnungsprozess fördern.

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz teilte die Bundestagsabgeordnete Schäfer der ruandischen Presse mit, dass die Delegation von den Entwicklungen Ruandas beeindruckt gewesen sei und eine weitere Zusammenarbeit mit den ruandischen Amtskollegen anstrebe. (Botschaft Ruanda, Foto: Ingrid Aouane)