Solarenergie verbindet - Das erste Internetcafé in Koussanar/Senegal

Solarenergie verbindet – Das erste Internetcafé in Koussanar/Senegal

Koussanar ist eine Kleinstadt im Südosten von Senegal. Sie gehört zur Region Tambacounda. In der Umgebung von Koussanar leben ca. 25.000 Menschen in insgesamt 109 Dörfern. Außer Koussanar selbst und dem Dorf Dawady leben in jedem Dorf weniger als 1000 Personen. Strom gibt es nur entlang der Hauptstraße von Koussanar. Und es ist heiß dort. Die Temperaturen können durchaus 40 Grad übersteigen.

 

Das erste Internet Café in der Region Koussanar

Mutige junge Leute haben an dieser Hauptstraße ein Internet Cafe eröffnet. Der in der Nähe befindliche riesige Baobab Baum hat als sich als Namenspaten angeboten: Das Cafe heißt Cafe Baobab Bleu. Arona Badji und seine drei Söhne leiten das Cafe. Unterstützt werden sie von dem Amerikaner Ron Otteson, der viele Jahre in dieser Region als Entwicklungshelfer für das Catholic Relief Center gearbeitet hat. “Ich wurde hier als Familienmitglied aufgenommen und habe die drei Jungs mit aufwachsen sehen. Gemeinsam haben wir die Idee des Internetcafes entwickelt”, sagt Ron Otteson während der Eröffnung im April 2014.

 

Das Cafe Baobab Bleu ist jeden Tag bis spät abends geöffnet. Den Gästen stehen vier Computer zur Verfügung. Einige kommen auch mit ihren eigenen Notebooks oder Tablets. Ein Internet Router versorgt das Cafe per WiFi. Die Kunden zahlen eine Flatrate für eine Stunde oder kaufen ein Getränk, in dessen Preis die Internet Nutzung inbegriffen ist.

 

“Information ist Kapital”, sagt Molamine Badji, der 28-jährige Geschäftsführer des Cafés. “Haben wir Zugang zu Information, kann sich unsere Region entwickeln”. Molamine hat Informatik an einer privaten Universität in Dakar studiert. Er und seine Brüder bieten auch Kurse in Informatik sowie in Englisch an. Eine kleine Bibliothek hält Bücher in verschiedenen Sprachen bereit. Das Café hat schon 4 Schüler, die regelmäßig Unterricht in den Microsoft Produkten nehmen.

 

Licht lockt Leute

“Unsere Einnahmen erlauben bereits, dass wir alle laufenden Kosten bezahlen können”, sagt Molamine. “Aber wie überall im Land kommt es bei uns sehr häufig zu Stromausfällen. In dem Moment verlieren wir all unsere Kunden”. Über das Internet hat er Kontakt zu Bonergie aufgenommen und seit Anfang September 2014 hat das Cafe Baobab Bleu nun seine eigene Solarinstallation. “Ein großer Wettbewerbsvorteil”, sagt Molamine Badji. “Um uns herum ist es stockfinster. Nur unser Cafe ist hell erleuchtet” Licht lockt Leute – eine alte Marketing Regel.

 

“Mein Traum ist es, überall im Land Cafe Baobab Bleus zu eröffnen”, sagt Molamine. “Derzeit inspiriert mich ein Buch von Richard Branson. Er sagt, jede Idee, die Du hast, ist eine gute Idee. “Business as usual” ist ein veraltetes Business Modell.” Das Cafe summt wie ein Bienenstock. Es ist ein Kommen und Gehen. Wir hören Stimmen per Skype aus USA. “Technologie verbindet. Die Welt kommt sich näher – dank Solarenergie sind wir mit dabei”, sagt sein Bruder Ousmane.

 

Das Cafe Baobab Bleu ist nun auch ein Vertriebspartner von Bonergie. Gemeinsam besuchen wir die umliegenden Dörfer und sensibilisieren die Menschen für Solarenergie. Ousmane Badji ist ausgebildeter Elektrotechniker und die erste Installation eines Solar Home Systems in dem Dorf Dawady haben wir bereits gemeinsam gemacht. Ein nachahmenswertes Projekt!

 

Bonergie ist ein Social Business im Senegal, West Afrika. Bonergie bietet eine große Palette dezentraler Produkte auf Basis von Solarenergie an. Die Bonergie Produkte sind speziell für diejenigen Regionen entwickelt worden, die keinen Anschluss an das Stromnetz haben. So bekommen vor allem Menschen im ländlichen Regionen Zugang zu Licht, Strom und Wasser. Dank flexibler Zahlungspläne können sämtliche Bonergie Produkte eigenständig erworben werden. Die Kunden erzeugen ihren Strom selbst und zwar dort, wo er gebraucht wird. (presseschleuder.com, Foto: Bonenergie)