Südafrika: „Ich liebe Hitler, weil er Weiße hungern ließ“

1200px-The_Wits_University_Great_HallStudent und Hitlerfan wird von seiner Universität sanktioniert. 

Die südafrikanische Universität Witwatersrand hat Sanktionen gegen den Studenten Mcebo Dlamani verhängt, der auf seinen social network-Konten Nazi-Apologien verfasste. Die Uni veröffentlichte am Dienstag die Disziplinarentscheidung der Verwaltung gegen Mcebo Dlamani, ehemaliger Präsident des Studentenrates der Uni. „Ich liebe Hitler“, hatte er u.a. auf seiner Facebookseite geschrieben. „Hitler nahm Weiße und tötete sie“.

 

Aber das ist noch nicht alles. Weiter geht es mit einer Reihe von Sätzen, deren Bewunderung für das Dritte Reich sauer aufstoßen. „Hitler reduziert die Körper der Weißen auf das gleiche Niveau wie die Körper der Schwarzen. Denn geht’s nach einem weißen Mann, darf nur ein schwarzer Mann getötet werden, nur er muss unter Quarantäne sterben. Hitler nahm Weiße und tötete sie, ließ sie unter Hungersnot leiden, genauso wie die Weißen es den Schwarzen angetan haben. Deswegen liebe ich Adolf Hitler“.

 

Seine Worte, die der Hierarchie zur Kenntnis gebracht wurden, lösten Bestürzung in der Verwaltung aus, die sofort reagierte und mitteilte, dass Disziplinarmaßnahmen gegen den Studenten Dlamani ergriffen werden würden.

 

Ein Kommuniqué der Uni erklärt, dass er wegen Fehlverhaltens als Vorsitzender des Studentenausschusses abgesetzt wird, aber weiterhin dort studieren kann. Und jetzt kommts: „Die Universität betont, dass die Sanktionen gegen den Studenten nichts mit seinen Aussagen im Februar bzgl. seiner Sympathie gegenüber dem „Führer“ zu tun haben und betont, dass sie nicht die Regeln der südafrikanischen Verfassung auf Meinungsfreiheit verletzen. Die Universität unterstützt zwar die Ansicht, dass die Bemerkungen von Mcebo Dlamani absurd sind und nicht im Einklang mit den Werten des Instituts stehen. Der Universität ist es besonders peinlich, dass jemand aus ihren Reihen solche Bemerkungen machte. Weil der Schwerpunkt jedoch auf der Freiheit der Meinungsäußerung liegt, ist die Universität für einen freien Austausch von Ideen, ob uns diese nun gefallen oder nicht“. (afrik.com, Foto: Samuel Molepo)