TU München: Kooperation für nachhaltige Entwicklung in Afrika

TU München: Kooperation für nachhaltige Entwicklung in AfrikaDie Technische Universität München (TUM) und die Kwame Nkrumah University of Science and Technology (KNUST) in Ghana werden Partner für Innovation und nachhaltige Entwicklung. Damit institutionalisieren und erweitern die beiden Universitäten ihre bisherige Zusammenarbeit. Die strategische Partnerschaft ist wichtiger Bestandteil des weitgefächerten Afrika-Engagements der TUM und wurde vergangenes Wochenende von einer Delegation um Prof. Juliane Winkelmann, Vizepräsidentin für Internationale Allianzen und Alumni, im ghanaischen Kumasi auf den Weg gebracht.

Die KNUST ist eine der führenden Universitäten des afrikanischen Kontinents. Mit der TUM verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit. Im Konsortium ADLAND (Advancing collaborative research in responsible and smart land management in and for Africa) etwa arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Konzeption und Praxis verantwortungsvollen und intelligenten Landmanagements. Gemeinsam mit anderen Partnern entwickeln die beiden Universitäten außerdem das Elektro-Nutzfahrzeug „aCar“, das Menschen in abgelegenen Regionen Afrikas mobil machen und ihnen so besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildungseinrichtungen und Wirtschaft ermöglichen soll. Auch die beiden Universitätskliniken – das Klinikum rechts der Isar und das Komfo Anokye Teaching Hospital – verbindet eine Partnerschaft zur Verbesserung der Abläufe und der Ausbildung lokaler Fachkräfte.

Perspektiven für Fortschritt, Innovation und Entwicklung

„Bereits heute gestalten wir gemeinsam mit der KNUST einige erfolgreiche Technologie- und Bildungsinitiativen“, führt Prof. Juliane Winkelmann, Vizepräsidentin der TUM für Internationale Allianzen und Alumni, aus. „Wir freuen uns, dies künftig weiter zu forcieren und gemeinsam junge Menschen auszubilden, die die industrielle und sozioökonomische Entwicklung mit technischen Innovationen und unternehmerischem Mut voranbringen.“ Aufbauend auf der bisherigen Zusammenarbeit werden die beiden Universitäten fortan sowohl langfristige Prozesse als auch direkte Maßnahmen in den Zukunftsthemen Wasser- und Energieforschung, Ernährungssicherung, Umwelt, Mobilität, Global Health und Governance anstoßen.

Afrika-Symposium am 16. November

Die erste strategische Partnerschaft auf dem afrikanischen Kontinent mit dem spezifischen Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist wichtiger Bestandteil des weitgefächerten Afrika-Engagements der TUM. Einen Überblick über die Maßnahmen gibt am 16. November das Symposium „Sustainable Development in Africa“ am Campus Garching. Professorinnen und Professoren der TUM werden dort die verschiedenen Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Ressourcen, Fahrzeugtechnik, Architektur oder erneuerbare Energiesysteme vorstellen. Keynote-Speaker ist der in Burkina Faso geborene Architekt Prof. Francis Kéré, der seit 2017 den Lehrstuhl der TUM für Architectural Design and Participation innehat und als einer der wichtigsten Vertreter einer sozial engagierten Architektur gilt.

Die Technische Universität München (TUM) ist mit rund 550 Professorinnen und Professoren, 42.000 Studierenden sowie 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine der forschungsstärksten Technischen Universitäten Europas. Ihre Schwerpunkte sind die Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften und Medizin, verknüpft mit den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Die TUM handelt als unternehmerische Universität, die Talente fördert und Mehrwert für die Gesellschaft schafft. Dabei profitiert sie von starken Partnern in Wissenschaft und Wirtschaft. Weltweit ist sie mit dem Campus TUM Asia in Singapur sowie Verbindungsbüros in Brüssel, Kairo, Mumbai, Peking, San Francisco und São Paulo vertreten. An der TUM haben Nobelpreisträger und Erfinder wie Rudolf Diesel, Carl von Linde und Rudolf Mößbauer geforscht. 2006 und 2012 wurde sie als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. In internationalen Rankings gehört sie regelmäßig zu den besten Universitäten Deutschlands. (TU München)