Tunesien: Regierung reicht reuigen Jihadisten die Hand

Suh-BinLadenAußenminister Taieb Baccouche gab bekannt, dass sein Land, aus dem eine große Anzahl von Kämpfern in Syrien stammt, reumütige Jihadisten dabei unterstützen will, nach Hause zurückzukehren. Er stünde bereits in Kontakt mit ihnen, um ihre Rückkehr zu erleichtern.

 

Lt. Baccouche wurden „Kommunikationswege mit tunesischen Jihadisten, die in ihre Heimat zurückkehren wollen, eingerichtet, und wir werden die Koordinierung ihrer Rückkehr in die Hand nehmen“. Verhandlungen laufen auch mit der syrischen Regierung über das Schicksal der inhaftierten tunesischen Staatsangehörigen. Zig Rückkehrer seine bereits eingetroffen. Fast 3.000 Tunesier seien derzeit als Jihad-Kämpfer in Syrien.

 

Diese Zahlen wurden von den Vereinten Nationen nach oben korrigiert, die schätzen, dass mehr als 5.500 Tunesier derzeit in Syrien und Libyen kämpfen. Ministerpräsident Habib Essid legt sich derweil ins Zeug, um zu verhindern, dass junge Tunesier sich dem Jihad anschließen. Fast 15.000 junge Tunesier seien daran gehindert worden, in die Konfliktzonen abzuwandern. Die UNO schätzt, dass 80% von ihnen zu der Terrorgruppe Islamischer Staat stoßen wollten.

 

Seit der Revolution im Jahre 2011 sieht sich das Land einer Ausweitung der Jihad-Bewegungen gegenüber, die bereits mehrere Angriffe in dem Land verübten. Mehrere Soldaten und Polizisten wurden von bewaffneten Gruppen getötet. Aus Angst vor wieteren Anschlägen wie der auf das Bardo-Museum in Tunis und am Strand in Sousse, hat das Land den Ausnahmezustand erklärt und eine Mauer an der libyschen Grenze errichtet. (afrik.com)