TV-Tipp / Dokureihe auf arte: Die Chronik der 700-jährigen Geschichte des Sklavenhandels

1. Folge Dienstag, 7. Juli um 20:15: Die Geschichte der Sklaverei begann nicht erst auf den Baumwollfeldern. Sie reicht bis auf die frühesten Hochkulturen der Menschheit zurück. Schon im 7. Jahrhundert nach Christi Geburt wurde Afrika zum Epizentrum des Menschenhandels. Wie wurde Afrika zum Drehkreuz des Menschenhandels?

476 nach Christus erlag das Weströmische Reich dem Ansturm barbarischer Völker. Knapp 200 Jahre später, im Jahre 641 nach Christus, gründeten die Araber auf den Trümmern des Römischen Reiches ein Weltreich, das sich von den Ufern des Indus bis zur Südsahara erstreckte. Damit begann eine neue Epoche systematischer Sklavenjagd vom Nahen Osten bis nach Afrika. Im Zentrum des Systems standen zwei bedeutende Handelsstädte: Kairo im Norden, als wichtigste Stadt des Islam und Knotenpunkt aller afrikanischen Handelswege, und Timbuktu im Süden, als Hochburg der großen afrikanischen Königreiche und Ausgangspunkt der transsaharischen Karawanenwege. Die erste Folge der Reihe „Menschenhandel – Eine kurze Geschichte der Sklaverei“ zeichnet die Chronik der 700-jährigen Geschichte des Sklavenhandels. Die Dokumentation erzählt, wie die Völker der Subsahara im Laufe der Jahrhunderte zur wichtigsten „Ressource“ des größten Menschenhandelnetzwerks der Geschichte wurden.