Vergewaltigungen in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR): Leiter der UN-Mission Gaye geht

boubacarNach einer Reihe von Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs an Kindern durch UNO-Friedenstruppen wurde der Chef der UN-Mission in der ZAR, Babacar Gaye (Foto), einstmals senegalesischer Botschafter in Berlin, zum Rücktritt gezwungen. Offiziell wird es als Rücktritt bezeichnet, ist aber eher ein Rauswurf.

Der senegalesische Diplomat Babacar Gaye „ist auf meine Bitte hin zurückgetreten“, sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon Reportern in New York. „Es ist mir unmöglich, die Wut, Qual und Schande in Worten auszudrücken, die ich angesichts der wiederkehrenden Vorwürfe der sexuellen Ausbeutung und Missbrauch durch UN-Truppen empfinde“, sagte Ban.

Die Ankündigung kommt einen Tag nach der Eröffnung einer Untersuchung wegen angeblicher Vergewaltigung eines jungen Mädchens und der Tötung eines 16-Jährigen und seines Vaters durch Friedenstruppen während einer Militäroperation in der Hauptstadt der ZAR Anfang August. Mindestens fünf Menschen, darunter ein Peacekeeper, wurden getötet und Dutzende verletzt während dieser Operation, die am 2. und 3. August stattfand, um in der muslimischen Enklave Seleka einen ehemaligen Führer der Ex-Rebellen festzunehmen.

Seit dem Sturz von Präsident François Bozizé herrscht immer noch Chaos in Zentralafrika trotz der Anwesenheit von französischen und UN-Truppen. Gewalt und Unsicherheit herrschen im Land vor. (ia, Text und Foto)