Wochenpressespiegel der Deutschen Afrika Stiftung

PressespiegelKontroversen beim 27. AU-Gipfel in Ruanda
Die erste Frau an der Spitze der AU-Kommission, Dr. Dlamini-Zuma, blickt auf ein beeindruckendes Ergebnis ihrer Amtszeit, in welcher sie sich besonders der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Frauenrechte verschrieben hatte. Die Vision der Afrikanischen Union ein friedlicher, selbstregierter und global im Sinne der eigenen Bürger und Bürgerinnen agierender Zusammenschluss zu sein, wurde von Dlamini-Zuma ein gutes Stück vorangebracht, auch wenn sie 2012 zunächst unter viel kritisierten Umständen ins Amt gekommen war.

Südafrika hatte sich damals über das ungeschriebene Gesetz, den Vorsitz der Kommission lediglich an kleinere afrikanische Staaten zu vergeben, hinweggesetzt und sich zum Ärger vieler anderer AU-Mitgliedsstaaten lautstark für Dlamini-Zuma eingesetzt. In dieser Woche nun trafen sich die führenden Regierungsmitglieder zum 27. AU-Gipfel in Kigali, um Dlamini-Zumas Nachfolge aus 32 Kandidatinnen und Kandidaten auszuwählen. In diesem Jahr stehen nach der Disqualifizierung von drei Nominierungen und einer Kandidatur-Rücknahme nun 32 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl. Von den insgesamt 26 AU-Mitgliedsstaaten kommen acht allein aus Kamerun, welches somit 20% der Nominierungen stellt, gefolgt von Ägypten mit 10%. Kritik wird vor allem an der schrumpfenden Zahl der Kandidatinnen und Kandidaten, deren wenig vielversprechendem Profil und der geringen Zahl weiblicher Nominierungen geübt.
(DAS)

HIER geht es direkt zum DAS Pressespiegel.