Madagaskar: Schildkrötenschmuggler zu zehn Jahren Haft verurteilt

Drei Männer, denen der illegale Handel mit insgesamt 167 Schildkröten vorgeworfen wurde, mussten sich vergangene Woche in Toliara vor dem Antikorruptionsgericht (PAC) verantworten. Der mutmaßliche Hauptverantwortliche wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, ein zweiter Angeklagter erhielt fünf Jahre Gefängnis. Der dritte Mann wurde aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Zudem wurde in dem Verfahren eine Geldstrafe von 100 Millionen Ariary (rund 20.000 Euro) verhängt.

Die drei Männer waren im März in Toliara festgenommen worden. In dem Haus, in dem sie aufgegriffen wurden, entdeckten die Behörden 167 Strahlenschildkröten (Astrochelys radiata). Ermittlungen zufolge sollen die Verdächtigen Teil eines Netzwerks von Schildkrötenschmugglern gewesen sein, das möglicherweise auch Verbindungen zu organisierter Kriminalität und Geldwäsche unterhält.

Der Hauptangeklagte sowie ein Mann, der den illegalen Handel unterstützt haben soll, wurden zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Der dritte Beschuldigte, der als Dolmetscher tätig gewesen sein soll, wurde im Zweifel freigesprochen. (Quelle: L’Express de Madagascar)