Archiv der Kategorie: Migration & Flucht

LINKE: Bundesregierung bestätigt: libysche Behörden für Seenotrettung gar nicht erreichbar

LINKE: Bundesregierung bestätigt: libysche Behörden für Seenotrettung gar nicht erreichbar„Jede weitere Ausbildung der sogenannten ,Küstenwache‘ in Libyen geht am Problem vorbei und dient lediglich dazu, die Truppe als Türsteher der Europäischen Union aufzubauen. Laut dem Auswärtigen Amt sei den Besatzungen das Menschen- und Völkerrecht, die Seenotrettung und die Nutzung maritimer Kommunikationskanäle erklärt worden. Angewandt werden die Kenntnisse aber nicht, die Einsätze der Libyer verlaufen weiterhin unprofessionell, brutal und häufig tödlich. Die Zusammenarbeit mit dieser Truppe muss deshalb beendet werden“, fordert der europapolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Andrej Hunko. LINKE: Bundesregierung bestätigt: libysche Behörden für Seenotrettung gar nicht erreichbar weiterlesen

Nigeria: Komplette Kleinstadt flüchtet nach Kamerun

Nigeria: Komplette Kleinstadt flüchtet nach KamerunAus Furcht vor neuen Angriffen ist die komplette Bevölkerung der nigerianischen Stadt Rann nach Kamerun geflohen. Die etwa 30.000 Menschen aus der Stadt im Nordosten Nigerias im Bundesstaat Borno befinden sich nun an verschiedenen Plätzen rund um den Grenzort Goura in Kamerun. Es gibt keine Unterkünfte für sie. Ganze Familien schlafen im Freien. Die Menschen haben keine Nahrungsmittel oder Wasser. Sie sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Nigeria: Komplette Kleinstadt flüchtet nach Kamerun weiterlesen

Mittelmeer: 250 Menschen in überfüllte Internierungslager in Libyen zurückgebracht

Mittelmeer: 250 Menschen in überfüllte Internierungslager in Libyen zurückgebrachtSchutzsuchende leiden unter Unterernährung, Krankheiten und Gewalt: In den vergangenen beiden Tagen wurden 250 Flüchtlinge und Migranten völkerrechtswidrig vom Mittelmeer nach Libyen zurückgebracht und in überfüllte Internierungslager in den Städten Misrata und Khoms gesperrt. Ein Team von Ärzte ohne Grenzen überwies am Montag in Khoms zehn Menschen nach ihrer Rückführung wegen akuter Gesundheitsprobleme in ein Krankenhaus. Trotzdem starb ein 15 Jahre alter Junge wenig später in der Klinik. Die EU unterstützt mit der Finanzierung der libyschen Küstenwache und der Behinderung von Rettungsschiffen die systematischen Rückführungen von auf dem Mittelmeer aufgegriffenen Schutzsuchenden in das Konfliktgebiet nach Libyen. Mittelmeer: 250 Menschen in überfüllte Internierungslager in Libyen zurückgebracht weiterlesen

Nigeria: Tausende fliehen nach Angriff auf die Stadt Rann nach Kamerun

Nigeria: Tausende fliehen nach Angriff auf die Stadt Rann nach Kamerun
Bodo/Kamerun: Menschen auf der Flucht aus Rann – Foto: Ärzte ohne Grenzen

Tausende Menschen sind am Montag nach einem gewaltsamen Angriff auf die Stadt Rann im Bundesstaat Borno im äußersten Nordosten Nigerias geflohen. Viele von ihnen kommen zu Fuß in dem sieben Kilometer entfernten Ort Bodo in Kamerun an. Ärzte ohne Grenzen hat am Dienstag mit der Unterstützung der Menschen dort begonnen. Ein Team aus Medizinern und Logistikern verteilt Lebensmittel und Wasser und leistet medizinische Notfallversorgung. Nigeria: Tausende fliehen nach Angriff auf die Stadt Rann nach Kamerun weiterlesen

Afrika/Migration: SOS MEDITERRANEE verurteilt erneute Kriminalisierung von humanitärer Hilfe auf See

Afrika/Migration: SOS MEDITERRANEE verurteilt erneute Kriminalisierung von humanitärer Hilfe auf SeeItalienische Behörden fordern präventive Beschlagnahmung der Aquarius. SOS MEDITERRANEE unterstützt seinen Kooperationspartner Ärzte ohne Grenzen (MSF) ausdrücklich dabei, gegen die Anordnung zur präventiven Beschlagnahme der Aquarius durch die italienischen Justizbehörden Einspruch einzulegen. Der Vorwurf lautet, Ärzte ohne Grenzen habe illegal von der nicht klassifizierten Entsorgung von Bordabfällen profitiert. Die italienischen Justizbehörden fordern daraufhin die präventive Beschlagnahme der Aquarius.

SOS MEDITERRANEE weist jegliche Vorwürfe zurück, an illegalen Aktivitäten beteiligt zu sein. Die Aquarius hat stets alle Standardverfahren eingehalten. Die zuständigen Behörden haben die Verfahren seit Beginn der Such- und Rettungseinsätze 2016 nie in Frage gestellt oder beanstandet. Afrika/Migration: SOS MEDITERRANEE verurteilt erneute Kriminalisierung von humanitärer Hilfe auf See weiterlesen

IPG Journal / Afrika: Wie Hilfe Migration begünstigt

IPG Journal / Afrika: Wie Hilfe Migration begünstigtDie EU trägt mit ihren Maßnahmenpaketen zur verstärkten Auswanderung aus Afrika bei. In der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union geht es noch immer drunter und drüber. Doch hinter den Kulissen arbeiten die europäischen Staatschefs daran, einen neuen Migrationsschub zu verhindern. Ihre Strategie: Potenziellen Migranten helfen, ehe sie überhaupt nach Europa aufbrechen, indem man Geld und technische Hilfe in die Staaten entlang der wichtigsten Migrationskorridore in Afrika pumpt. Doch die EU-Pläne übersehen, dass die wirtschaftliche Entwicklung in Ländern mit geringem Einkommen die Migration nicht hemmt, sondern verstärkt. Um die Migration einzudämmen, wird die EU daher Schleppern, autokratischen Regimes und Milizen noch mehr Geld geben müssen. Damit aber wird sie die Instabilität verschärfen, die viele Menschen überhaupt zum Auswandern bewegt. IPG Journal / Afrika: Wie Hilfe Migration begünstigt weiterlesen

Kämpfe in Tripolis: Libyen ist kein sicherer Ort für Flüchtlinge

Kämpfe in Tripolis: Libyen ist kein sicherer Ort für FlüchtlingeDie jüngsten Kämpfe in der libyschen Stadt Tripolis gefährden Tausende in Internierungslagern gefangene Flüchtlinge und die Bevölkerung. Die Kämpfe zwischen verfeindeten bewaffneten Gruppen waren am Sonntag ausgebrochen und spielten sich auch in Wohnvierteln ab, in denen sich Internierungslager für rund 8.000 Flüchtlinge und Migranten befinden. Dies zeigt einmal mehr, dass Libyen kein sicherer Ort ist. Die deutsche Bundesregierung und die anderen europäischen Regierungen müssen dies anerkennen und mehr dafür tun, dass Flüchtlinge Libyen verlassen können. Kämpfe in Tripolis: Libyen ist kein sicherer Ort für Flüchtlinge weiterlesen

„Afrika braucht nicht noch mehr Auswanderung nach Europa“

„Afrika braucht nicht noch mehr Auswanderung nach Europa“Julian Nida-Rümelin über Solidarität, Migration und die Ethik einer gerechteren Weltordnung. Prof. Dr. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a.D., ist Professor für Philosophie und politische Theorie am Lehrstuhl für Philosophie IV der Ludwig-Maximilians-Universität München. „Afrika braucht nicht noch mehr Auswanderung nach Europa“ weiterlesen