Archiv der Kategorie: Zusammenarbeit

Post-Cotonou-Abkommen führt die Vergangenheit weiter, anstatt Neues zu wagen

„Der heute von der Europäischen Union (EU) verkündete Abschluss der Verhandlungen über das sogenannte „Post-Cotonou-Abkommen“ mit den 79 Ländern ist im Ergebnis eine verpasste Chance. Das Abkommen wird zwar zu einer Fortführung der Beziehungen mit den Ländern in den drei Regionen Subsahara-Afrika, der Karibik und des Pazifik führen, und es ist zu begrüßen, dass mit dem jetzt noch zu ratifizierenden Abkommen die Zusammenarbeit modernisiert und auf andere Bereiche – wie zum Beispiel Klimawandel und nachhaltige Entwicklung – ausgeweitet wird, aber das Abkommen stellt nur die Fortführung eines bereits seit vierzig Jahren dauernden Prozesses dar, der sich mittlerweile überholt hat,“ so Christoph Kannengießer, Hauptgeschäftsführer des Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft. Post-Cotonou-Abkommen führt die Vergangenheit weiter, anstatt Neues zu wagen weiterlesen

Gewaltsame Angriffe im Nordosten Nigerias stoppen Hilfslieferungen

Eine Serie von Angriffen bewaffneter Gruppen auf die Stadt Damasak im Nordosten Nigerias, darunter auch auf mehrere humanitäre Einrichtungen, hat große Teile der Bevölkerung gezwungen, aus der Stadt zu fliehen. Betroffen sind auch humanitäre Organisationen, die ihre Arbeit einstellen müssen. Gewaltsame Angriffe im Nordosten Nigerias stoppen Hilfslieferungen weiterlesen

Zentralafrika: Das subregionale Büro der FAO will den Hunger bis 2023 beenden

© FAO-Zentralafrika

Am Ende des 13. Treffens des Multidisziplinären Teams des Subregionalbüros für Zentralafrika der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) formulierten die Teilnehmer zwei Hauptprioritäten und 16 Querschnittsprioritäten für das Biennium 2022-2023, die den Hunger in dieser Region mit rund 135 Millionen Einwohnern, in der immer noch mehr als 51,9 Millionen Menschen an Hunger leiden, deutlich reduzieren sollen. Zentralafrika: Das subregionale Büro der FAO will den Hunger bis 2023 beenden weiterlesen

Sambia: Deutsche Akteure schüren Landknappheit

Mais wird in riesigen Monokulturen angebaut. ©Glavo/Pixabay

Anlässlich des morgigen Tags der Landlosen macht die Menschenrechtsorganisation FIAN auf die problematische Rolle deutscher Investoren beim Kauf riesiger Landflächen in Sambia aufmerksam. FIAN hat in der vergangenen Woche ein Treffen betroffener Gemeinden mit Investoren organisiert. Sambia: Deutsche Akteure schüren Landknappheit weiterlesen

GRÜNE zu OECD-Zahlen: Erfreulich, aber Entwicklungsfinanzierung braucht Verlässlichkeit

Zur Veröffentlichung der OECD-Zahlen zur Entwicklungsfinanzierung erklären Uwe Kekeritz, Sprecher für Entwicklungspolitik, und Anja Hajduk, Stellvertretende Fraktionsvorsitzende: Dass die Bundesregierung das 0,7 Prozent-Ziel in diesem Jahr erreicht, ist zunächst eine erfreuliche Nachricht, die jedoch wegen des weniger erfreulichen Corona-bedingten Einbruchs der Wirtschaftsleistung zu erwarten war. Zudem kann die Quote nur durch die Anrechnung der Kosten für Geflüchtete im Inland erfüllt werden. Die vermeintliche Erfolgsmeldung findet also am Rechenschieber und weniger in den Partnerländern statt. GRÜNE zu OECD-Zahlen: Erfreulich, aber Entwicklungsfinanzierung braucht Verlässlichkeit weiterlesen

Entwicklungsleistungen: Deutschland erfüllt internationales 0,7-Prozent-Ziel, „aber drastischer Einbruch in nächsten Jahren muss verhindert werden“

Voraussichtlich bei 0,73 Prozent liegt Deutschlands Anteil der öffentlichen Entwicklungsleistungen (ODA) am Bruttonationaleinkommen im Jahr 2020. Ohne Berücksichtigung der Inlandsflüchtlingskosten beträgt der Anteil 0,66 Prozent. Damit bleibt Deutschland hinter den USA der zweitgrößte Geber weltweit. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen der OECD hervor. Entwicklungsleistungen: Deutschland erfüllt internationales 0,7-Prozent-Ziel, „aber drastischer Einbruch in nächsten Jahren muss verhindert werden“ weiterlesen

Madagaskars bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, welche Arten überleben werden – und welche nicht“

Aye-Aye. Foto: André Binotto

Ein madagassisch-deutsches Forschungsteam untersucht Lemuren in den Regenwäldern Madagaskars. Das Fingertier oder Aye-aye gilt als Unheilsbringer. Der Biologe Dr. Torsten Richter von der Universität Hildesheim und der Hildesheimer Doktorand Dominik Schüßler zeigen in einer Untersuchung am Beispiel des Aye-aye hingegen, wie Bildungsarbeit dazubeitragen kann, bedrohte Tierarten zu schützen. Das Überleben vieler Tierarten – gerade auch solcher, die als problematisch wahrgenommen werden – hängt ab vom Umgang und von der Akzeptanz der Menschen, die mit den Tieren zusammenleben. Biologen der Universität Hildesheim erforschen Lebensräume, die sich bedrohte Tierarten und Menschen teilen. Madagaskars bedrohte Lemuren: „Unser Verhalten entscheidet, welche Arten überleben werden – und welche nicht“ weiterlesen