Westsahara: Polisario-Front erhöht Druck auf UN-Sondergesandten

Zwei Wochen vor der Abstimmung über eine mögliche Verlängerung des Mandats der UN-Mission für das Referendum in der Westsahara (MINURSO) hat die Polisario-Front den Druck auf den UN-Sondergesandten Staffan de Mistura erhöht. In einer Erklärung vom Dienstag, dem 13. Oktober 2026, kritisierte die sahrauische Unabhängigkeitsbewegung dessen Vorgehensweise scharf. Gleichzeitig betonte sie, dass sie die seit Anfang des Jahres laufenden Verhandlungen nicht abbrechen wolle, berichtet RFI.

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Grenzverfahren am Berliner Flughafen: Gericht lässt Familie aus Algerien mit drei Kindern einreisen

Das Verwaltungsgericht Cottbus hat das Asylgrenzverfahren für eine Familie mit drei Kindern und einen alleinreisenden, kranken Mann am Berliner Flughafen BER gestoppt. Nach Ansicht des Gerichts war nicht sichergestellt, dass die Kinder und der kranke Mann angemessen versorgt wurden. PRO ASYL fordert: keine Familien und schutzbedürftige Menschen in Grenzverfahren!

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30 Jahre Krieg, 30 Jahre Straflosigkeit in der DR Kongo

Um den Kreislauf von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen zu durchbrechen, braucht es einen starken politischen Willen und entschlossenes Handeln.

Vor 30 Jahren griffen von Ruanda unterstützte Rebellen das Krankenhaus von Lemera im Osten des damaligen Zaire an und töteten 37 Patienten und Mitarbeiter des medizinischen Personals. Dieses Massaker gehörte zu den ersten schweren Gräueltaten des später als Erster Kongokrieg bekannt gewordenen Konflikts. Es markierte den Beginn jahrzehntelanger, vom Ausland unterstützter Rebellionen und schwerer Menschenrechtsverletzungen an der Zivilbevölkerung durch sämtliche Konfliktparteien. Dazu zählen ethnisch motivierte Massaker, systematische Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt, die Zwangsrekrutierung von Kindern, Entführungen, Folter, Verstümmelungen und Vertreibungen.

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Belgien: Hausdurchsuchungen bei Familienangehörigen des kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi

Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft hat am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, mehrere Hausdurchsuchungen in Brüssel und Umgebung durchgeführt. Betroffen waren Wohnsitze von Familienangehörigen des Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), Félix Tshisekedi. Hintergrund sind Ermittlungen wegen mutmaßlicher Geldwäsche, Korruption und illegaler Bereicherung im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Bodenschätzen in der kongolesischen Provinz Katanga, berichtet RFI.

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Lesetipp/invovaticana: Theologe aus Münster bestreitet, dass die Polygamie in Afrika ein Zeichen moralischen Rückstands sei

Der kongolesische Priester Égide Muziazia (Tumikia, Demokratische Republik Kongo, 1981), Presbyter der Diözese Münster und Doktor der Theologie an der Universität dieser Stadt, wo er am Institut für Religionspädagogik und Pastoraltheologie lehrt, hat einen ausführlichen Artikel auf dem theologischen Portal feinschwarz.net veröffentlicht. Darin nimmt er die afrikanische Polygamie als Beispiel für das, was er die Kontextualität jeder pastoralen Handlung nennt.

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Historische Debatte im Bundestag: Forderungen der Ovaherero und Nama nach Gerechtigkeit müssen umgesetzt werden

Die gestrige Debatte im Deutschen Bundestag über die vollumfängliche Anerkennung der Völkermorde an den Ovaherero und Nama war ein historischer Tag für die Nachkommen der Opfer des Genozids und das Bündnis „No Amnesty on Genocide! / Völkermord verjährt nicht!“. Ein Antrag der Fraktion Die Linke, entstanden in enger Zusammenarbeit mit Vertreter*innen der Ovaherero und Nama, rückte die Forderungen der Nachkommen der Opfer nach Anerkennung, Entschuldigung und Wiedergutmachung erneut ins Zentrum der parlamentarischen Auseinandersetzung.

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Ruanda sichert sich Formel-1-Rennen für zehn Jahre

Ruanda hat einen Zehnjahresvertrag zur Austragung eines Formel-1-Grand-Prix ab Anfang der 2030er-Jahre abgeschlossen. Damit würde die Formel 1 erstmals seit 1993 wieder nach Afrika zurückkehren. Das Rennen soll auf einer eigens errichteten Rennstrecke in Bugesera südöstlich der Hauptstadt Kigali stattfinden, in unmittelbarer Nähe des neuen internationalen Flughafens. Die Strecke soll den höchsten Sicherheits- und Qualitätsstandards des Internationalen Automobilverbands FIA entsprechen.

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USA setzen Nigeria auf die Liste der Länder, die die Rekrutierung von Kindersoldaten zulassen – Militärhilfekürzung droht

Die Aufnahme in die Liste erhöht den Druck auf die nigerianische Regierung, gegen die Rekrutierung von Kindern vorzugehen und die Einhaltung internationaler Standards zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten nachzuweisen.

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38 Organisationen fordern: Bundesregierung muss im Europäischen Rat die Aussetzung des Asylrechts in der EU verhindern

Vor der Tagung des Europäischen Rats am 15. und 16. Oktober warnen 38 Organisationen, darunter PRO ASYL eindringlich davor, das Recht auf Asyl in bestimmten Situationen auszusetzen. Gemeinsam appellieren sie an die Bundesregierung, den diskutierten Vorschlägen entschieden entgegenzutreten und auf europäischer Ebene für den Schutz des individuellen Asylrechts einzustehen: „Eine von der EU genehmigte Aussetzung des Asylrechts wäre ein folgenschwerer Bruch mit den europäischen Grundrechten.“

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Den Kampf gegen die Wüstenbildung verstärken: Die „Great Green Wall“ als Zukunftsprojekt für die Sahelzone

Der Klimawandel verändert unsere Welt grundlegend und bedroht zunehmend unsere Lebensgrundlagen. Eine der größten globalen Herausforderungen besteht deshalb darin, seine Folgen einzudämmen und die natürlichen Lebensbedingungen auf unserem Planeten langfristig zu erhalten. Rund ein Drittel der weltweiten Landflächen ist von Wüstenbildung bedroht. Besonders deutlich zeigen sich die Auswirkungen in Afrika, wo die Sahara das Klima und die Umweltbedingungen weit über ihre eigentlichen Grenzen hinaus beeinflusst. Die fortschreitende Ausbreitung der Wüste nach Süden stellt insbesondere die Länder der Sahelzone vor enorme Herausforderungen.

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„Das ist eine Provokation“: In Casablanca kritisieren Marokkaner den Besuch des spanischen Königs in Ceuta und Melilla

Die Beziehungen zwischen Rabat und Madrid stehen vor einer neuen Bewährungsprobe. Nach der Migrationskrise dieses Sommers besucht der spanische König Felipe VI. am 13. und 14. Oktober 2026 die beiden von Marokko beanspruchten Enklaven Ceuta und Melilla. Offiziell soll der Besuch die Unterstützung des spanischen Staates für diese beiden Gebiete bekräftigen. Es ist der erste Besuch eines spanischen Monarchen in diesen Städten mit umstrittener Souveränität seit dem Besuch von Juan Carlos im Jahr 2007, der damals eine diplomatische Krise mit Marokko ausgelöst hatte, berichtet RFI.

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Westsahara: Welche Zugeständnisse der marokkanische Plan machen müsste, um eine echte Autonomie zu ermöglichen

Seit der Verabschiedung der Resolution 2797 des UN-Sicherheitsrats dient der marokkanische Autonomieplan als Grundlage für die Verhandlungen, ohne dass Algerien oder die Polisario-Front diesen Rahmen bislang akzeptiert hätten. Offen bleibt, in welchem Umfang Rabat gezwungen sein wird, seinen Vorschlag am Verhandlungstisch ändern zu lassen. Sieben Bedingungen, angefangen bei der Einbeziehung der Sahrauis und der Aufteilung der Ressourcen, könnten einen neuen Weg eröffnen.

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medico: Deutschland-Namibia – Erinnerungsweltmeister ohne Glaubwürdigkeit

Menschenkette gegen koloniale Abhängigkeiten auf Shark Island/Namibia. (Foto: medico)

Am Mittwoch wird im Bundestag über einen Antrag auf vollumfängliche Anerkennung des Genozids an Ovaherero und Nama abgestimmt: Diese Woche könnte Deutschland eine glaubwürdige Anerkennung der Verbrechen des imperialistischen Kaiserreichs leisten, in dessen Nachfolge der deutsche Staat zu stehen reklamiert. Vom Weltmeister des Mordens zum weithin respektierten Erinnerungsweltmeister könnte sich das Land am Mittwoch gar zum Wiedergutmachungsweltmeister mausern: Im Beisein von Ovaherero und Nama wird im Bundestag über die vollumfängliche Anerkennung des von 1904 bis 1908 in der Kolonie Südwestafrika exekutierten Völkermords abgestimmt.

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Ägypten soll mehr als 200 sudanesische Bergarbeiter getötet haben

Die ägyptische Luftwaffe soll bei Angriffen in der Region Al-Wadi Nord im Sudan mindestens 200 sudanesische Bergarbeiter getötet und zahlreiche weitere verletzt haben. Nach Angaben der Sudan Tribune richteten sich die Luftangriffe am Samstag, dem 10. Oktober, gegen handwerklich betriebene Bergbaustätten in der Region Shamal al-Wadi im Nordosten des Sudan, nahe dem Roten Meer. Die Bergarbeiter bereiteten sich gerade darauf vor, ihren Arbeitstag zu beginnen.

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