USA bestimmen 19 afrikanische Länder als Visa-Bearbeitungszentren im Rahmen einer Umstrukturierung der Botschaften

Die Vereinigten Staaten haben 19 afrikanische Länder ausgewählt, die künftig als regionale Zentren für die Bearbeitung von Visa-Anträgen dienen sollen. Dies ist Teil einer geplanten Neustrukturierung der konsularischen Dienstleistungen auf dem Kontinent und könnte den Zugang von Millionen Afrikanern zu US-Visa grundlegend verändern.

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AFRIKA-Tagespressespiegel vom 02. Juni 2026

Senegal: Premierminister stellt Regierung mit 30 Mitgliedern zur Umsetzung des Präsidialprogramms vor

Premierminister Al Aminou Lo hat am Montag, dem 1. Juni 2026, die Zusammensetzung der neuen Regierung bekannt gegeben. Das Kabinett besteht aus 30 Mitgliedern und soll nach seiner Ernennung am 25. Mai die staatliche Politik unter seiner Leitung umsetzen.

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Gericht weist Entschädigungsforderung Ruandas gegen Großbritannien zurück

Die Ständige Schiedskommission in Den Haag hat am 1. Juni 2026 eine Entschädigungsforderung Ruandas gegen Großbritannien abgewiesen. Kigali hatte mehr als 116 Millionen Euro verlangt, nachdem die britische Regierung das umstrittene Asylabkommen zwischen beiden Ländern aufgehoben hatte, berichtet RFI.

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Ghana, Senegal: Kann ein Spieler in diesem politischen Klima während der WM 2026 noch die Rechte von LGBT-Personen verteidigen?

Der afrikanische Fußball versteht es zu schweigen. Über Verletzungen, Prämien oder Machtkämpfe mit den Verbänden wird gern gesprochen. Andere Themen hingegen bleiben streng tabu. Homosexualität ist das wohl deutlichste Beispiel dafür. Kein afrikanischer Nationalspieler von internationalem Rang hat sich bislang öffentlich geoutet. Nicht, weil der Kontinent von menschlichen Realitäten verschont bliebe – Homosexualität existiert dort ebenso wie überall sonst –, sondern weil die sozialen, familiären und beruflichen Kosten eines solchen Bekenntnisses schlicht verheerend wären.

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Kamerun: Vom Traum, Fußballer zu werden

Christoffel-Blindenmission schenkt einem Jungen aus Kamerun Augenlicht und neue Perspektiven: Den Ball fest im Blick, die Zunge konzentriert aus dem Mund gestreckt, holt Christ zum Schuss aus. Fußball ist seine große Leidenschaft. Doch lange konnte der Junge aus Kamerun nur davon träumen, richtig mitzuspielen. Christ kam mit Grauem Star fast blind zur Welt. Rollte der Ball ins Gebüsch, war er für den Siebenjährigen verloren.

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Töchter in Führung: HSS-Initiative „Binti Uongozini“ in Kenia bringt mehr Frauen in politische Ämter

Setzt sich für mehr Frauen in der kenianischen Politik ein: Autorin und Politikerin Martha Karua. ©Veronika Wetzel/HSS

Die HSS (Hanns-Seidel-Stiftung)-Initiative „Binti Uongozini“ bringt seit 2018 Frauen in Kenia zusammen, die sich politisch engagieren und Verantwortung übernehmen wollen. Eine von ihnen ist die Juristin und Menschenrechtlerin Martha Wangari Karua, die 2027 für das Präsidentenamt kandidiert. Die Reportage über dieses Erfolgsprojekt erscheint auch im neuen „politicus“, der sich dieses Mal mit den Themen „Migration, Integration und Asyl“ befasst.

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Würdigung mutiger Medienschaffender: Zwei Afrikaner unter den Preisträger*innen der RSF Press Freedom Awards 2026

Carlitos Cadangue aus Mosambik. Foto: privat/facebook

Die 34. Verleihung der Press Freedom Awards von Reporter ohne Grenzen (RSF) fand am 1. Juni im Rahmen des 77. World News Media Congress in Marseille statt. Mit der Auszeichnung werden jedes Jahr Journalist*innen und Medien gewürdigt, die sich in besonderer Weise für unabhängigen Journalismus, Informationsfreiheit und den Schutz von Medienschaffenden einsetzen.

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AFRIKA-Tagespressespiegel vom 1. Juni 2026

Äthiopien: Wähler stimmen bei Parlamentswahlen ab
In Äthiopien werden am Montag rund 50 Millionen Wähler zu den Parlamentswahlen erwartet. Die aus dieser Wahl hervorgehenden Abgeordneten werden anschließend den künftigen Premierminister des Landes wählen. Amtsinhaber Abiy Ahmed, der seit 2018 an der Macht ist, kandidiert für eine weitere Amtszeit.

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Ägypten, Algerien, Dschibuti u.a. kritisieren Somaliland wegen geplanter Vertretung in Jerusalem

Mehrere afrikanische und muslimisch geprägte Staaten haben die Entscheidung Somalilands verurteilt, eine diplomatische Vertretung in Jerusalem zu eröffnen. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die Außenminister von unter anderem Katar, Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, der Türkei, Pakistan, Indonesien, Dschibuti, Somalia und Algerien den Schritt als „illegal und inakzeptabel“. Er verstoße gegen internationales Recht und gefährde den Status des besetzten Ost-Jerusalems.

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Sudan: Mit Gräueltaten verbundene Kolumbianer wurden auf Stützpunkten in den VAE ausgebildet

Abu Dhabi sollte jede militärische Unterstützung der missbräuchlichen RSF beenden
(Beirut) – Kolumbianische private Militärdienstleister, die offenbar von einem in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ansässigen Unternehmen angeworben wurden, passierten Militärstützpunkte der VAE, bevor sie zur Unterstützung der berüchtigten Rapid Support Forces (RSF) in den Sudan entsandt wurden. Dies erklärte Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die Erkenntnisse liefern weitere Hinweise darauf, dass die VAE die RSF unterstützen oder wesentlich zu deren Fähigkeit beitragen, Kriegsverbrechen zu begehen.

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Ebola: Russland meldet Entwicklung eines Impfstoffs, der gegen den Bundibugyo-Stamm schützen könnte

Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus. Mindestens zwei spezifische Impfstoffkandidaten befinden sich jedoch in der Entwicklung. Der am weitesten fortgeschrittene Kandidat könnte in zwei bis drei Monaten für klinische Studien bereit sein. Bislang liegen allerdings weder tierexperimentelle noch klinische Daten zur Wirksamkeit vor. Vor diesem Hintergrund hat Russland nun bekannt gegeben, einen Impfstoff entwickelt zu haben. Die Gesundheitsbehörde Africa CDC prüft diese Ankündigung derzeit, berichtet RFI.

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Lesetipp/Spiegel: Kenianische Bürgerrechtler klagen – Widerstand gegen Ebolabehandlung von US-Bürgern in Kenia

In einem eigens für sie errichteten Quarantänezentrum in Kenia sollen US-amerikanische Ebolapatienten behandelt werden. Eine Menschenrechtsorganisation vor Ort sieht »ernste verfassungsrechtliche Bedenken« und geht juristisch dagegen vor.

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