Die ernüchternde Bilanz der Freihandelszone Afrika

Die ernüchternde Bilanz der Freihandelszone Afrika

Von *Volker Seitz • Deutsche Politiker werden nicht müde, immer wieder über den „Chancen-Kontinent Afrika“ zu sprechen. Vor fünf Jahren wurde der Kontinent offiziell zur Freihandelszone erklärt. Was hat sie bislang gebracht? Wirklich das, wovon deutsche Politiker gern träumen?

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Italien setzt Rettungsschiff für 60 Tage fest und plant Gesetz für „Seeblockade“ – Hunderte im Mittelmeer vermisst

Italien setzt Rettungsschiff für 60 Tage fest und plant Gesetz für „Seeblockade“ - Hunderte im Mittelmeer vermisst
Das Rettungsschiff Humanity 1 wird für 60 Tage im Hafen von Trapani auf Sizilien festgesetzt. Foto: Sinawi Medine/ SOS Humanity

Während im zentralen Mittelmeer weiterhin Hunderte Menschen als vermisst gelten, haben italienische Behörden am 13.02.2026 das Rettungsschiff Humanity 1 in Trapani auf Sizilien für 60 Tage festgesetzt und eine Geldstraße von 10.000 Euro für SOS Humanity verhängt. Die Behörden werfen der Besatzung vor, bei der Rettung von 33 Menschen aus Seenot nicht mit der libyschen Seenotleitstelle kommuniziert zu haben. Die Festsetzung erfolgte kurz nachdem die italienische Regierung einen Gesetzentwurf vorgelegt hatte, der eine „Seeblockade“ ermöglicht – eine neue Maßnahme gegen zivile Rettungsschiffe.

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Lesetipp/DW: Tod auf dem Atlantik: Das Meer ist nicht die einzige Gefahr

Lesetipp/DW: Tod auf dem Atlantik: Das Meer ist nicht die einzige Gefahr

Die Überfahrt zwischen Afrika und den Kanarischen Inseln gilt als gefährlichste Migrationsroute der Welt. Rund 2000 Menschen kamen 2025 auf ihr ums Leben. Immer wieder kommt es auch zu Gewalt an Bord der Boote. Irgendwo zwischen Südmarokko und der spanischen Insel Teneriffa begann für Ismael Ouattara die Hölle. Innerhalb von 24 Stunden starben seine einjährige Tochter und seine Ehefrau. Da trieb ihr Boot bereits seit mehreren Tagen manövrierunfähig auf dem Atlantik.

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IPG-Journal: Zwischen Rebellen, Regionalmächten und Rohstoffgier ringt der Ostkongo ums Überleben – Europa darf nicht länger zögern

IPG-Journal: Zwischen Rebellen, Regionalmächten und Rohstoffgier ringt der Ostkongo ums Überleben – Europa darf nicht länger zögern

Seit mehr als 25 Jahren ist der Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) Schauplatz eines der tödlichsten Konflikte weltweit. Millionen vertriebene Menschen, entvölkerte Landstriche, schwerwiegende Menschenrechtsverbrechen und eine ausgehöhlte staatliche Autorität. In den hiesigen politischen Debatten wird dieser komplexe und tragische Konflikt oft nicht nur als weit entfernt dargestellt, sondern als von außen unlösbar. Doch diese Darstellung ist schlicht falsch.

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Trotz Reisewarnungen aus Kanada, den USA und China: Südafrika verzeichnet 2025 einen historischen Rekord von 10,5 Millionen Besuchern

Trotz Reisewarnungen aus Kanada, den USA und China: Südafrika verzeichnet 2025 einen historischen Rekord von 10,5 Millionen Besuchern

Der südafrikanische Tourismussektor erreichte 2025 einen historischen Höchststand: Mit 10,5 Millionen internationalen Besuchern wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Damit übertraf das Land erstmals wieder das Vorkrisenniveau vor der Pandemie und verzeichnete im Vergleich zu 2024 einen Anstieg von 17,6 %.

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Marokko: Bestürzung bei ehemaligen Schülern von „Monsieur Jacques“, einem Franzosen, dem Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe auf 89 Minderjährige in neun Ländern vorgeworfen werden

Marokko: Bestürzung bei ehemaligen Schülern von „Monsieur Jacques“, einem Franzosen, dem Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe auf 89 Minderjährige in neun Ländern vorgeworfen werden
„Wohltäter“ für Kinder aus armen Familien. Symbolfoto: ia

Die Staatsanwaltschaft von Grenoble hat am 10. Februar 2026 einen Zeugenaufruf zu Jacques Leveugle (79) gestartet. Ihm werden schwere Vergewaltigungen und sexuelle Übergriffe auf 89 Minderjährige in mehreren Ländern zwischen 1967 und 2022 vorgeworfen – ebenso der Mord an seiner Mutter und seiner Tante. In Marokko, wo dieser Franzose lebte, äußerten sich einige seiner ehemaligen Schüler am Mikrofon von RFI.

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Lesetipp/Tagesspiegel: Verfolgung bis in den Senegal – Mann aus Aachen ortet sein gestohlenes Handy – und holt es sich in Dakar zurück

Lesetipp/Tagesspiegel: Verfolgung bis in den Senegal - Mann aus Aachen ortet sein gestohlenes Handy – und holt es sich in Dakar zurück

Als einem jungen Mann aus Aachen sein iPhone gestohlen wird, zeigt die Ortung das Gerät plötzlich im Senegal an. Also macht er sich tatsächlich auf den Weg. Auf Instagram dokumentiert er die ungewöhnliche Mission.

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Interview: Untersuchung des Falls von El Fasher, Sudan

Interview: Untersuchung des Falls von El Fasher, Sudan
Eine provisorische Unterkunft aus Planen und Stöcken im Camp Ouré Cassoni im Osten des Tschad bietet einer sudanesischen Familie mit Kindern nur dürftigen Schutz vor den kalten Winterwinden. © 2025 Laetitia Bader / Human Rights Watch

Laetitia Bader, stellvertretende Afrika-Direktorin von Human Rights Watch, und Jean-Baptiste Gallopin, leitender Berater für Krisen und Konflikte, reisten Mitte Dezember 2025 in den Osten des Tschad. Dort führten sie Interviews mit Dutzenden Geflüchteten, die aus El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates Nord-Darfur, geflohen waren, nachdem die Stadt Ende Oktober 2025 von den Rapid Support Forces (RSF), einer der beiden wichtigsten Kriegsparteien im Sudan, eingenommen worden war.

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Kenia: Vorreiter für erneuerbare Energie

Kenia: Vorreiter für erneuerbare Energie

Kenia zählt zu den weltweit führenden Ländern bei erneuerbaren Energien und deckt je nach Quelle 75 bis 90 Prozent seines Energiebedarfs nachhaltig. Der konsequente Ausbau von Geothermie, Wind- und Solarenergie soll nicht nur den Klimawandel bekämpfen, sondern auch wirtschaftliche Entwicklung, Stromzugang und Ernährungssicherheit stärken. Warum Kenias Energiewende international als Vorbild gilt und welche Chancen und Herausforderungen damit verbunden sind.

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Donatien Koagne – die Legende des größten afrikanischen Betrügers des 20. Jahrhunderts

Donatien Koagne – die Legende des größten afrikanischen Betrügers des 20. Jahrhunderts

Donatien Koagne, genannt „der King“, inszenierte in den 1990er-Jahren einen der spektakulärsten Betrugsfälle der afrikanischen Geschichte. Von Douala bis Johannesburg, von Kinshasa bis Sanaa täuschte der kamerunische Hochstapler Präsidenten, Minister und Spitzenbeamte mit beispielloser Kühnheit. Sein Versprechen: Geldscheine auf wundersame Weise zu vervielfältigen. Es ist das Porträt eines kriminellen Genies, das einfache Chemie in eine Gelddruckmaschine verwandelte – bevor es unter mysteriösen Umständen in jemenitischen Gefängnissen verschwand.

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Hungerstreik in Marokko: 18 senegalesische Fans prangern eine schweigende Justiz an

Hungerstreik in Marokko: 18 senegalesische Fans prangern eine schweigende Justiz an
Symbolbild

Nach dem Zwischenfall während des Finales des Afrikanischen Nationen-Pokals wurden achtzehn senegalesische Fans inhaftiert. Nun treten sie in einen Hungerstreik, um gegen die Unklarheit der Vorwürfe, ungerechte Verhörbedingungen und das Fehlen von Dolmetschern für Wolof zu protestieren. Ihr Prozess, der bereits mehrfach verschoben wurde, weckt Sorgen hinsichtlich der Achtung ihrer grundlegenden Rechte. Im Senegal beginnt dieser Fall, die Spannungen rund um den justiziellen Umgang mit afrikanischen Staatsangehörigen im Ausland zu erhöhen.

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Algerien und Deutschland vertiefen Energiepartnerschaft

Algerien und Deutschland vertiefen Energiepartnerschaft

Grüner Wasserstoff, strategische Infrastruktur und politische Stabilität: Anfang 2026 erreicht die Partnerschaft zwischen Algerien und Deutschland eine neue Qualität. Beide Länder rücken enger zusammen, um die europäische Energiewende voranzutreiben und neue Versorgungsachsen jenseits fossiler Abhängigkeiten zu etablieren.

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Kamerun: Präsident Biya verschiebt erneut die Parlaments- und Kommunalwahlen und kündigt eine neue Regierung an

Kamerun: Präsident Biya verschiebt erneut die Parlaments- und Kommunalwahlen und kündigt eine neue Regierung an
Symbolbild, KI-generiert

Der kamerunische Präsident Paul Biya hat eine erneute Verschiebung der Parlaments- und Kommunalwahlen angekündigt, ohne einen neuen Termin festzulegen. Diese Entscheidung verlängert eine bereits außergewöhnliche institutionelle Situation, die durch das schrittweise Auslaufen der Mandate der gewählten Amtsträger gekennzeichnet ist. Das Staatsoberhaupt begründete diese „Neuanpassung“ mit zwingenden Erfordernissen und versprach zugleich die Einhaltung der Verfassung.

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Nach massiven diplomatischen Ausweisungen aus Europa lenkt Russland seine Diplomaten nach Afrika um

Nach massiven diplomatischen Ausweisungen aus Europa lenkt Russland seine Diplomaten nach Afrika um

Russland scheint seine diplomatische und strategische Präsenz in Afrika auszubauen, indem es Gesandte aus europäischen Ländern – aus denen viele nach der Invasion der Ukraine durch den Kreml ausgewiesen wurden – auf neue Posten auf dem afrikanischen Kontinent entsendet.

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