Diese Woche im DAS-Pressespiegel: In Ruanda findet der Nuclear Energy Innovation Summit for Africa statt, Cabo Verdes größte Oppositionspartei gewinnt die Parlamentswahlen und in Marokko endet die Cosmetista Expo North & West Africa.
Ebola-Ausbruch in Kongo und Uganda: mehr als 130 Todesfälle, eine WHO-Notlage, ein Virus ohne Impfstoff. Das ist nicht „Corona 2.0“, aber auch nicht „business as usual“. Dabei wären Erfahrung und Mittel vorhanden, um solche Ausbrüche zu stoppen – wir setzen sie nur nicht ein.
Der Tod des wegen Beteiligung am Völkermord in Ruanda angeklagten Finanziers Félicien Kabuga beendet ein wichtiges Kapitel des Genozids von 1994. Leider nimmt er den Überlebenden zugleich die Möglichkeit auf Gerechtigkeit, auf die viele jahrzehntelang gewartet hatten.
Erwartungen und verkorkste Beziehungen: Der junge Autor Nincemon Fallé aus Côte d‘Ivoire widmet sein lesenswertes Erstlingswerk „Diese glühenden Sonnen“ Studierenden beim alltäglichen Überlebenskampf in der ivorischen Metropole Abidjan.
Im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch verbieten die Vereinigten Staaten seit dem 18. Mai allen ausländischen Staatsangehörigen ohne US-Pass die Einreise, wenn sie sich in den vergangenen drei Wochen (21 Tagen) in der Demokratischen Republik Kongo (DRK), in Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben – unabhängig von ihrer Herkunft. Am Mittwoch, dem 20. Mai, wurde ein Flug in die USA umgeleitet, damit ein kongolesischer Passagier in Kanada aussteigen konnte, berichtet RFI.
Von Alfred Schlicht: Eritrea war Jahrhunderte osmanischer (1557-1872), ägyptischer (1872-1885), italienischer (1890-1940), britischer (1940-1952) und äthiopischer (1952-1991) Fremdherrschaft unterworfen. Am 24.Mai 1991 wurde Eritrea nach 30-jährigem Freiheitskrieg unabhängig.
Afrikanische Exporteure erhalten wieder zollfreien Zugang zum US-Markt, nachdem Washington das Rahmenwerk des African Growth and Opportunity Act (AGOA) offiziell durch eine neue präsidentielle Proklamation verlängert hat. Damit wurde ein wichtiger Handelsweg für Dutzende afrikanischer Volkswirtschaften wiederhergestellt.
Die Vereinigten Staaten haben in den vergangenen Monaten ihre diplomatischen Initiativen gegenüber Marokko und Algerien verstärkt, um eine Deeskalation zwischen den beiden Ländern zu fördern. Ein Bericht des amerikanischen Forschungszentrums Stimson Center beschreibt die Beteiligung Washingtons an diesem Dossier.
In der Zentralafrikanischen Republik nimmt die Fälschung von Verwaltungsdokumenten ein besorgniserregendes Ausmaß an. Geburtsurkunden, Diplome, Bescheinigungen oder auch Ausweisdokumente – solche Fälschungen kursieren zunehmend in bestimmten Vierteln von Bangui sowie in mehreren Provinzstädten. Dabei stuft das zentralafrikanische Gesetz diese Praxis als „Urkundenfälschung und Gebrauch gefälschter Dokumente“ ein – ein Delikt, das strafrechtlich verfolgt und mit Sanktionen geahndet werden kann. Trotz der Risiken wenden sich viele arbeitslose oder in prekären Verhältnissen lebende Jugendliche dieser Tätigkeit zu, die für manche zu einer schnellen Einnahmequelle geworden ist, berichtet RFI.
Der geplante Tunnel zwischen Europa und Afrika, der Andalusien und Marokko verbinden soll, ist ein ehrgeiziges Projekt, das seit Jahren diskutiert wird. Trotz wiederholter Verzögerungen scheint es in jüngster Zeit an Dynamik gewonnen zu haben.
Die DR Kongo und Uganda bekämpfen einen besonders heftigen Ebola-Ausbruch. Das Virus zirkulierte lange unbemerkt – wohl auch, weil die globale Gesundheits-Infrastruktur unter dem weitgehenden Rückzug der USA leidet.
Das Ranking „Best Countries 2026“ von U.S. News & World Report bewertete Staaten anhand von Regierungsführung, Wirtschaft, Gesundheitssystem, Infrastruktur und Kultur. Spitzenreiter wie die Seychellen, Marokko und Tunesien verfügen über diversifizierte Volkswirtschaften, während Ägypten und Südafrika weiterhin zu den industriellen Schwergewichten des Kontinents zählen.
Nigeria könnte innerhalb der nächsten 50 Jahre zur fünftreichsten und mächtigsten Volkswirtschaft der Welt aufsteigen. Das erklärte ein hochrangiger Vertreter der Kommission der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS). Gleichzeitig prognostizierte er auch ein starkes Wirtschaftswachstum für Ghana und Côte d’Ivoire.
Den Haag/Berlin, 19.05.2026. Dem ranghohen libyschen Beamten Khaled Mohamed Ali El-Hishri werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen vorgeworfen: Die heutige Anhörung vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gegen den führenden Beamten des berüchtigten libyschen Gefängnisses Mitiga in Tripolis ist die erste nach 15 Jahren Ermittlungen des IStGH zu Libyen. In dem Lager werden von der sogenannten libyschen Küstenwache auf See abgefangene Flüchtlinge und Migranten willkürlich inhaftiert, gefoltert und ausgebeutet.
Seit über 40 Jahren harren die Saharauis in Flüchtlingslagern aus und warten auf eine politische Lösung. Es ist verwunderlich, dass die Saharauis in den Lagern einen nicht wutentbrannt anschreien mit den Tatsachen über ihr ungerechtes Leiden und die sie verschlingende Monotonie. Wer seit über 40 Jahren zum Warten verdammt ist, hat alles Recht dazu.