medico: Deutschland-Namibia – Erinnerungsweltmeister ohne Glaubwürdigkeit

Menschenkette gegen koloniale Abhängigkeiten auf Shark Island/Namibia. (Foto: medico)

Am Mittwoch wird im Bundestag über einen Antrag auf vollumfängliche Anerkennung des Genozids an Ovaherero und Nama abgestimmt: Diese Woche könnte Deutschland eine glaubwürdige Anerkennung der Verbrechen des imperialistischen Kaiserreichs leisten, in dessen Nachfolge der deutsche Staat zu stehen reklamiert. Vom Weltmeister des Mordens zum weithin respektierten Erinnerungsweltmeister könnte sich das Land am Mittwoch gar zum Wiedergutmachungsweltmeister mausern: Im Beisein von Ovaherero und Nama wird im Bundestag über die vollumfängliche Anerkennung des von 1904 bis 1908 in der Kolonie Südwestafrika exekutierten Völkermords abgestimmt.

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Ägypten soll mehr als 200 sudanesische Bergarbeiter getötet haben

Die ägyptische Luftwaffe soll bei Angriffen in der Region Al-Wadi Nord im Sudan mindestens 200 sudanesische Bergarbeiter getötet und zahlreiche weitere verletzt haben. Nach Angaben der Sudan Tribune richteten sich die Luftangriffe am Samstag, dem 10. Oktober, gegen handwerklich betriebene Bergbaustätten in der Region Shamal al-Wadi im Nordosten des Sudan, nahe dem Roten Meer. Die Bergarbeiter bereiteten sich gerade darauf vor, ihren Arbeitstag zu beginnen.

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Diese Kriege erschüttern Afrika im letzten Quartal des Jahres 2026

Verlassene Dörfer, umkämpfte Städte, Familien, die gezwungen sind, alles zurückzulassen. Im Oktober 2026 befinden sich mehrere Regionen Afrikas weiterhin im Griff bewaffneter Konflikte, deren Folgen weit über die Frontlinien hinausreichen. Vom Sudan über den Osten der Demokratischen Republik Kongo bis zum Sahel und zum Horn von Afrika dauern die Kämpfe an. Friedensabkommen zeigen kaum Wirkung, und die Zivilbevölkerung zahlt weiterhin den höchsten Preis. Angesichts dieser zahlreichen Krisenherde zeichnet sich eine ernüchternde Realität ab: Es wird immer schwieriger, einen Ausweg aus den Kriegen zu finden.

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Lesetipp/Kronen Zeitung: Fall in Nigeria – 83-Jährige als Drogendealerin festgenommen

Was ist denn da unten im Korb versteckt?

In Nigeria ist eine 83-Jährige als Drogendealerin festgenommen worden – und das nicht zum ersten Mal. In diesem Alter „wollen die meisten Großmütter nur ihre Ruhe“, bei dieser Frau sei das anders, kommentierte ein Sprecher der Drogenbekämpfungsbehörde NDLEA.

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Südafrika: Regierung nach Rückzieher bei Asylbewerbern in der Sackgasse

In Südafrika wird derzeit die Rechtsstaatlichkeit durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an Navi Pillay gewürdigt. Gleichzeitig sorgt ein Urteil des Verfassungsgerichts vom Juli 2026 für heftige Proteste einwanderungsfeindlicher Gruppen. Angesichts gewaltsamer Ausschreitungen sah sich die Regierung gezwungen, ihre Entscheidung rückgängig zu machen, berichtet RFI.

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Äthiopien und Eritrea stehen kurz vor einer militärischen Konfrontation

In der äthiopischen Region Tigray rücken die Bundestruppen immer weiter nach Norden in Richtung der Grenze zu Eritrea vor, wo eritreische Streitkräfte stationiert sind. Eritrea forderte den UN-Sicherheitsrat am Samstag auf, die „bedauerliche Kriegserklärung“ Äthiopiens zu verurteilen. Ein solcher Krieg werde „die gesamte Region destabilisieren“, warnte das Land lt. einem Bericht von RFI.

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Marokko: Nach der Ceuta-Krise kündigt Mohammed VI. Änderungen bei der Migrationszusammenarbeit an

In einer Rede am Freitag, dem 9. Oktober, anlässlich der Eröffnung der ersten Sitzungsperiode des neuen marokkanischen Parlaments, das aus den Parlamentswahlen vom 23. September hervorgegangen ist, ging König Mohammed VI. indirekt auf die Migrationskrise ein, die sich im vergangenen Juli in der spanischen Enklave Ceuta ereignet hatte, berichtet RFI.

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Videotipp/MDR: Bundespräsident Steinmeier ehrt Ex-MdB Dr. Karamba Diaby (Senegal) mit dem Bundesverdienstkreuz

Screenshot MDR

„Sich in den Dienst des Gemeinwohls stellen“ – mit diesen Worten kann das große Engagement von Karamba Diaby zusammengefasst werden. Nach seiner Promotion an der Universität Halle wurde er Mitglied des Ausländerbeirats in Halle und Vorsitzender des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates. Dabei hat er immer das Ziel verfolgt, den Dialog zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsgruppen zu stärken.

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Wissenschaftler aus Ghana schließt mit Forschung an der FH Münster Promotionsprojekt erfolgreich ab

Symbolbild, KI-generiert

Gegen Mangelernährung: Wie Fermentation Nährstoffe verfügbar macht: Richard Atuna zeigt sich erleichtert und zufrieden. Dem Wissenschaftler aus Ghana ist gelungen, was er als Meilenstein bezeichnet: die Promotion. „Ich habe mir einen Traum erfüllt und mich sehr weiterentwickelt“, sagt Atuna. Mit seiner Forschung hat er zudem einen relevanten Beitrag gegen die Mangelernährung bei Säuglingen und Kleinkindern geleistet.

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Neuer HRW-Bericht: USA schieben in einem halben Jahr über 500 Migranten in afrikanische Länder ab, aus denen sie nicht stammen

Die Trump-Regierung schiebt Hunderte Menschen, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückgeführt werden können – häufig wegen der Gefahren, denen sie dort ausgesetzt wären –, in afrikanische Staaten ab, zu denen sie keinerlei Verbindung haben. Ein neuer Bericht von Human Rights Watch (HRW) dokumentiert, dass die Vereinigten Staaten zwischen dem 20. Januar 2025 und dem 5. August 2026 mehr als 500 Menschen in afrikanische Länder abgeschoben haben, die nicht ihre Herkunftsländer waren. Dies geht aus Abschiebungsdaten der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE hervor.

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Friedensnobelpreis 2026 geht an Südafrikanerin Navanethem „Navi“ Pillay

U.S. Mission Geneva/ Eric Bridiers

Der Friedensnobelpreis 2026 geht an eine Persönlichkeit, die mit außergewöhnlichem Mut und Integrität den Weg zu einer umfassenderen internationalen Rechtsordnung geebnet hat. Die diesjährige Preisträgerin hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden.

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Das Erbe von Sklaverei und Kolonialismus schürt bis heute den Rassismus

Das Erbe der Sklaverei und des Kolonialismus prägt weiterhin das Leben von Afrikanern und Menschen afrikanischer Abstammung. Darauf wies der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, am Donnerstag hin. Er forderte dringende Maßnahmen für eine Wiedergutmachung, die weit über finanzielle Entschädigungen hinausgehen müsse.

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Lesetipp/tagesschau.de: Rheinland-Pfalz – Gericht erlaubt Abschiebung von somalischer Influencerin aus Mainz

Eine zuletzt in Mainz lebende Somalierin hatte sich gegen ihre Abschiebung in einem Eilantrag gewehrt. Das Mainzer Verwaltungsgericht hat den jetzt abgelehnt. Die 38-Jährige ist wegen Gewaltaufrufen bei TikTok aufgefallen.

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