AFRIKA-Tagespressespiegel vom 1. Juni 2026

Äthiopien: Wähler stimmen bei Parlamentswahlen ab
In Äthiopien werden am Montag rund 50 Millionen Wähler zu den Parlamentswahlen erwartet. Die aus dieser Wahl hervorgehenden Abgeordneten werden anschließend den künftigen Premierminister des Landes wählen. Amtsinhaber Abiy Ahmed, der seit 2018 an der Macht ist, kandidiert für eine weitere Amtszeit.

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Ägypten, Algerien, Dschibuti u.a. kritisieren Somaliland wegen geplanter Vertretung in Jerusalem

Mehrere afrikanische und muslimisch geprägte Staaten haben die Entscheidung Somalilands verurteilt, eine diplomatische Vertretung in Jerusalem zu eröffnen. In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die Außenminister von unter anderem Katar, Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, der Türkei, Pakistan, Indonesien, Dschibuti, Somalia und Algerien den Schritt als „illegal und inakzeptabel“. Er verstoße gegen internationales Recht und gefährde den Status des besetzten Ost-Jerusalems.

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Sudan: Mit Gräueltaten verbundene Kolumbianer wurden auf Stützpunkten in den VAE ausgebildet

Abu Dhabi sollte jede militärische Unterstützung der missbräuchlichen RSF beenden
(Beirut) – Kolumbianische private Militärdienstleister, die offenbar von einem in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ansässigen Unternehmen angeworben wurden, passierten Militärstützpunkte der VAE, bevor sie zur Unterstützung der berüchtigten Rapid Support Forces (RSF) in den Sudan entsandt wurden. Dies erklärte Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die Erkenntnisse liefern weitere Hinweise darauf, dass die VAE die RSF unterstützen oder wesentlich zu deren Fähigkeit beitragen, Kriegsverbrechen zu begehen.

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Ebola: Russland meldet Entwicklung eines Impfstoffs, der gegen den Bundibugyo-Stamm schützen könnte

Derzeit gibt es keinen zugelassenen Impfstoff gegen den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus. Mindestens zwei spezifische Impfstoffkandidaten befinden sich jedoch in der Entwicklung. Der am weitesten fortgeschrittene Kandidat könnte in zwei bis drei Monaten für klinische Studien bereit sein. Bislang liegen allerdings weder tierexperimentelle noch klinische Daten zur Wirksamkeit vor. Vor diesem Hintergrund hat Russland nun bekannt gegeben, einen Impfstoff entwickelt zu haben. Die Gesundheitsbehörde Africa CDC prüft diese Ankündigung derzeit, berichtet RFI.

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Lesetipp/Spiegel: Kenianische Bürgerrechtler klagen – Widerstand gegen Ebolabehandlung von US-Bürgern in Kenia

In einem eigens für sie errichteten Quarantänezentrum in Kenia sollen US-amerikanische Ebolapatienten behandelt werden. Eine Menschenrechtsorganisation vor Ort sieht »ernste verfassungsrechtliche Bedenken« und geht juristisch dagegen vor.

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Südafrika auf dem Weg in die Apartheid 2.0

Von Gastautorin *Fatimoh Danjuma Bintu / In den überfüllten Townships und den explodierenden Ballungsräumen Südafrikas hat sich ein giftiges Narrativ in den Köpfen festgefressen. Afrikaner aus anderen Nationen werden systematisch beschuldigt, den Einheimischen die Arbeitsplätze „zu stehlen“, die Löhne zu drücken und den informellen Handelssektor zu monopolisieren. Ein Land, das einst selbst unter der rassistischen Segregation der Apartheid gelitten hat, errichtet nun eine neue brutale Form des Apartheidstaates. Europa und seine Medien schweigen dazu – obwohl es auch für die Europäer ein Menetekel ist.

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Vizekanzlerin der Uni Ghana: „Frauen müssen ermutigt werden, Führung zu übernehmen“

Prof. Dr. Nana Aba Appiah Amfo ist DIES-Alumna und Vizekanzlerin der Uni Ghana. © University of Ghana

Als erste Frau an der Spitze der Universität Ghana hat Nana Aba Appiah Amfo Maßstäbe gesetzt – für Gleichstellung, für Führung, für internationale Wissenschaftskooperation. Möglich wurde ihr Weg auch durch das DIES-Programm des DAAD.

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Marokko überholt Südafrika und wird zum am stärksten industrialisierten Land Afrikas

Zum ersten Mal steigt das Königreich Marokko im Jahr 2025 zur am stärksten industrialisierten Volkswirtschaft des afrikanischen Kontinents auf. Das geht aus einem Bericht der Afrikanischen Entwicklungsbank (BAD) hervor. Marokko profitiert zwar vom Rückgang Südafrikas, doch ist dies auch das Ergebnis einer vor zwanzig Jahren gestarteten industrieorientierten politischen Strategie, berichtet RFI.

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Südafrika: hunderte Ghanaer fliehen wegen fremdenfeindlicher Spannungen aus dem Land

Fast 300 Ghanaer verließen am gestrigen Mittwoch früh am Morgen südafrikanischen Boden mit einem von Accra organisierten Rückführungsflug. Es handelt sich um den ersten Flug dieser Art seit dem Wiederaufflammen fremdenfeindlicher Spannungen in den vergangenen Monaten und der Zunahme teils gewaltsamer Demonstrationen, berichtet RFI.

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Trump plant in Kenia Ebola-Quarantänezentrum für amerikanische Staatsangehörige

Kenia soll ein zentraler Bestandteil der Ebola-Eindämmungsstrategie der Vereinigten Staaten werden. Die Regierung von Donald Trump plant, in dem ostafrikanischen Land eine Quarantäne- und Behandlungseinrichtung für US-Bürger einzurichten, die dem Virus ausgesetzt waren.

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