Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Rastafaris in Afrika kämpfen weiter um Anerkennung

Die kenianische Justiz hat am 15. Juli den Antrag der Rastafari-Gemeinschaft abgelehnt, Cannabis für religiöse Rituale verwenden zu dürfen. Das Urteil macht den widersprüchlichen Status der Rastafaris in Afrika deutlich: Einerseits werden sie teilweise anerkannt, andererseits sind sie vielerorts weiterhin gesellschaftlich und rechtlich marginalisiert, berichtet RFI.

Rastafaris in Afrika kämpfen weiter um Anerkennung weiterlesen

Der Fall Kamerun: Schutz der eigenen Bürger – Eine fast vergessene Pflicht

Von *Volker Seitz: Menschenrechte werden nicht mit Sonntagsreden verteidigt, sondern mit Konsequenz und Druck. Botschafter a.D. Volker Seitz schildert, wie er in Kamerun deutsche Frauen aus einer faktischen Entrechtung befreite – gegen den Zeitgeist der konfliktscheuen Diplomatie und gegen die Bequemlichkeit des eigenen Apparats.

Der Fall Kamerun: Schutz der eigenen Bürger – Eine fast vergessene Pflicht weiterlesen

Mali: Der Besitz einer Shisha kann künftig bis zu einem Jahr Gefängnis einbringen

Mit einer am 7. Juli 2026 unterzeichneten gemeinsamen Ministerialverordnung verschärft Mali seine Maßnahmen gegen Shishas erheblich. Fast vier Jahre nach dem ersten Verbot nehmen die Behörden nun nicht mehr nur Bars und Händler ins Visier, sondern die gesamte Liefer- und Nutzungskette – von der Einfuhr bis zum bloßen Besitz. Die Null-Toleranz-Politik ist zugleich ein Eingeständnis, dass die bisherigen Verbote die Shisha aus dem Alltag nicht verdrängen konnten.

Mali: Der Besitz einer Shisha kann künftig bis zu einem Jahr Gefängnis einbringen weiterlesen

„Wir haben keine Nation. Wir haben Stämme.“

Von * Fatimoh Danjuma Bintu aus Lagos. Sie sprach mit Franck Zanu (Foto), einem in den USA lebenden Journalisten, Blogger und Enfant Terrible aus Benin – über Journalismus, Geld, Korruption, Identität und das bis heute unabgeschlossene Kapitel von Sklaverei und Kolonialismus.

„Wir haben keine Nation. Wir haben Stämme.“ weiterlesen

Marokko: Aktivistin Zineb Kharroubi verurteilt – Justiz geht weiter gegen GenZ-212-Bewegung vor

Symbolbild, KI-generiert

Ein Gericht in Casablanca hat die Aktivistin Zineb Kharroubi zu sechs Monaten Haft auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von 5.000 Dirham (rund 460 Euro) verurteilt. Die 29-Jährige ist eine der jüngsten Personen, gegen die im Zusammenhang mit der Protestbewegung GenZ 212 vorgegangen wird. Seit Ende 2025 häufen sich in Marokko Prozesse und Festnahmen gegen mutmaßliche Teilnehmer und Unterstützer der Bewegung.

Marokko: Aktivistin Zineb Kharroubi verurteilt – Justiz geht weiter gegen GenZ-212-Bewegung vor weiterlesen

Senegal | Belästigungsvorwürfe während der WM: Chefkoch der „Löwen“ weist Anschuldigungen entschieden zurück

Symbolbild, KI-generiert

Der Chefkoch der senegalesischen Fußballnationalmannschaft, gegen den während des Aufenthalts des Teams bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA Vorwürfe wegen sexueller Belästigung erhoben wurden, hat sich erstmals öffentlich zu den Anschuldigungen geäußert.

Senegal | Belästigungsvorwürfe während der WM: Chefkoch der „Löwen“ weist Anschuldigungen entschieden zurück weiterlesen

Côte d‘Ivoire: Mädchen im Alter von 3 bis 9 Jahren Opfer heimlicher Genitalverstümmelung

Symbolbild

Fünf Mädchen im Alter von 3 bis 9 Jahren wurden in der Nacht zum 30. Juni 2026 in Bongouanou im Osten der Elfenbeinküste Opfer von Genitalverstümmelung. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, Ermittlungen wurden aufgenommen.

Côte d‘Ivoire: Mädchen im Alter von 3 bis 9 Jahren Opfer heimlicher Genitalverstümmelung weiterlesen

Kamerun: Ist es eine Sünde, Witwe zu sein?

Anlässlich des 16. Internationalen Tages der Witwen, der am 23. Juni 2026 begangen wurde, richtet Kamerun den Blick auf die oft prekäre Situation dieser gesellschaftlich ausgegrenzten Frauen. Zwischen entwürdigenden Witwenritualen, Enteignungen und solidarischer Unterstützung kämpfen viele von ihnen täglich um Würde, Gerechtigkeit und wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Kamerun: Ist es eine Sünde, Witwe zu sein? weiterlesen

Senegal: 20 Jahre Haft für einen Koranlehrer – ein Signal gegen die Straflosigkeit sexueller Gewalt in religiösen Einrichtungen

Mit dem Urteil des Gerichts von Diourbel vom 8. Juni 2026 endet ein Strafverfahren, das 2023 in Touba nach Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen einen Koranlehrer eingeleitet worden war. In dem Fall wurden 26 minderjährige Mädchen angehört. Die Ermittlungen, Zeugenaussagen und medizinischen Gutachten führten schließlich zu einer Verurteilung zu 20 Jahren Freiheitsstrafe.

Senegal: 20 Jahre Haft für einen Koranlehrer – ein Signal gegen die Straflosigkeit sexueller Gewalt in religiösen Einrichtungen weiterlesen

200 Visa von Afrikanerinnen bereits widerrufen: USA verhindern die Einreise von Frauen kurz vor der Geburt, um die Nutzung des Geburtsortsprinzips zu unterbinden

Die Trump-Regierung, die bereits Maßnahmen zur Einschränkung des Geburtsortsprinzips für in den USA geborene Kinder ergriffen hat, gab am 10. Juni bekannt, dass sie Netzwerke zerschlagen habe, die schwangeren Frauen die Reise in die Vereinigten Staaten ermöglichen, damit ihre Kinder durch die Geburt auf US-amerikanischem Boden die amerikanische Staatsangehörigkeit erhalten, berichtet RFI.

200 Visa von Afrikanerinnen bereits widerrufen: USA verhindern die Einreise von Frauen kurz vor der Geburt, um die Nutzung des Geburtsortsprinzips zu unterbinden weiterlesen

DR Kongo: Desinformation – die andere Geißel, die die Bekämpfung der Ebola-Epidemie behindert

Angesichts des Virus, das sich weiterhin im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ausbreitet, stoßen medizinisches Personal und Hilfsorganisationen, die die Bekämpfung der Epidemie organisieren, auf die Feindseligkeit eines Teils der Bevölkerung. Dies erschwert die Überwachung der Krankheit und die Versorgung der Patienten. Ursache dafür ist das Fortbestehen von Gerüchten und Falschinformationen über die Epidemie, berichtet RFI.

DR Kongo: Desinformation – die andere Geißel, die die Bekämpfung der Ebola-Epidemie behindert weiterlesen

Malawi: Menschen mit Albinismus sind Diskriminierung und Hürden beim Zugang zur Arbeit ausgesetzt

Stigmatisierung, Unsicherheit und fehlende Vorkehrungen untergraben ihre Rechte:
• Menschen mit Albinismus in Malawi sind bei Einstellungen, im Bildungswesen und beim Zugang zu sozialer Absicherung Diskriminierungen ausgesetzt.
• Angst vor Gewalt, Stigmatisierung und fehlende Anpassungen am Arbeitsplatz erschweren eine sichere und würdevolle Beschäftigung.
• Die Regierung sollte die Umsetzung des Schutzes von Menschen mit Behinderungen stärken und inklusive Beschäftigungsmöglichkeiten ausbauen.

Malawi: Menschen mit Albinismus sind Diskriminierung und Hürden beim Zugang zur Arbeit ausgesetzt weiterlesen

Marokko: 7.500 Millionäre, 1,4 Millionen zusätzliche Arme

Glänzende Stadien für 2030, gigantische Häfen mit weltweiter Anbindung, neue Hochgeschwindigkeitszugstrecken – und gleichzeitig ein öffentliches Gesundheitssystem in Trümmern. In Marokko wird die soziale Kluft zunehmend unerträglich. Das Königreich, das sich international als afrikanische Erfolgsgeschichte, stabil, modern und äußerst attraktiv präsentiert, wird heute von seinen eigenen Widersprüchen eingeholt. Es sind die Brüche eines Entwicklungsmodells, das immer mehr Vermögen hervorbringt, während Millionen Menschen zurückgelassen werden.

Marokko: 7.500 Millionäre, 1,4 Millionen zusätzliche Arme weiterlesen