CD-LP-Tipp: Massa Dembelé „Falatô“

Mit seinem dritten Album „Falatô“ erweitert der aus Burkina Faso stammende Musiker Massa Dembélé seinen musikalischen Horizont und arbeitet erstmals mit einer kompletten Band.

Beim ersten Hören lässt sich der Sound nicht recht einordnen. Afrobeat, Jazz oder doch Desert Blues? Eines ist sicher: Der Mix überzeugt. Besonders der Klang der westafrikanischen „Harfe der Jugend“, dem Kamélé n’goni, und Dembélés Gesang holen den Hörer ab und verleihen dem Album seinen besonderen Charakter.

Vor neun Jahren verließ der Musiker seine Heimat und machte sich auf, mit seiner Musik ein internationales Publikum zu erreichen. Mit „Falatô“ ist ihm das auf eindrucksvolle Weise gelungen. Eingespielt wurde das Album gemeinsam mit lokalen Musikern in der Stadt Bobo-Dioulasso in Burkina Faso.

Massa Dembélé selbst stammt aus einer Familie von Griots – den berühmten westafrikanischen Geschichtenerzählern und Musikern. Schon als Kind improvisierte er Instrumente und musizierte mit seinen Familienmitgliedern. Später brach ihm sein Onkel das Spielen traditioneller Instrumente wie Djembe und Balafon bei.

Heute pendelt der Musiker zwischen seiner alten Heimat, Hamburg und Konstanz und ist auch international unterwegs. Dabei verbindet er traditionelle westafrikanische Klänge mit Einflüssen aus Afrobeat, Jazz, Soul und Desert Blues. Wer einen frischen Sound mit Anklängen an große Künstler wie Fela Kuti und Ali Farka Touré sucht, wird mit „Falatô“ von Massa Dembélé definitiv fündig. (pa)