Russland-Afrika-Gipfel: Burkina Faso „bereit für die Treffen in Moskau“

Wenige Wochen vor dem dritten Russland-Afrika-Gipfel in Moskau hat Burkina Faso seine Bereitschaft zur weiteren Vertiefung der Beziehungen mit Russland bekräftigt. Außenminister Karamoko Jean Marie Traoré empfing am 2. Oktober in Ouagadougou den russischen Botschafter Igor Martynov. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die bilaterale Zusammenarbeit und deren weiterer Ausbau.

„Unsere Zusammenarbeit entwickelt sich sehr dynamisch und wird weiter gestärkt“, erklärte Martynov. Beide Länder arbeiten derzeit unter anderem an der rechtlichen Grundlage ihrer Beziehungen und an weiteren gemeinsamen Projekten.

Ein wichtiges Thema war die erste Sitzung der zwischenstaatlichen Kommission für die Zusammenarbeit zwischen Burkina Faso und Russland. Sie soll neue Kooperationsfelder identifizieren und insbesondere die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen stärken. Die rechtliche Grundlage für die Kommission wurde bereits im Februar in Moskau geschaffen.

Im Mittelpunkt der Gespräche stand zudem der für den 28. und 29. Oktober geplante dritte Russland-Afrika-Gipfel in Moskau. Dort sollen afrikanische Staats- und Regierungschefs sowie Delegationen über Wirtschaft, Handel und Investitionen beraten.

Nach Ansicht des russischen Botschafters gewinnt der Gipfel angesichts der Veränderungen in der internationalen Geopolitik sowie der Herausforderungen durch Terrorismus und Unsicherheit im Sahel besondere Bedeutung.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte Burkina Fasos Staatschef Ibrahim Traoré zur Teilnahme eingeladen. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte die Staats- und Regierungschefs der Allianz der Sahelstaaten zur Teilnahme an dem Treffen aufgerufen.

Burkina Fasos Außenminister Traoré erklärte, „sein Land sei für die bevorstehenden Treffen in Moskau bereit“.

Ouagadougou will die bilaterale Zusammenarbeit mit Russland weiter ausbauen. In den vergangenen Monaten haben beide Länder ihre Beziehungen bereits intensiviert. Gespräche gab es unter anderem über Energie, Hochschulbildung, den Kampf gegen Desinformation und den Einsatz künstlicher Intelligenz. (Quelle: afrik.com)