Äthiopier fliehen vor erneuten Kämpfen nach Kenia

KI-generiert

Rund 36.600 Menschen sind aufgrund erneut aufgeflammter Kämpfe im Süden Äthiopiens in den Norden Kenias geflohen. Das teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen mit.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten kommt es zwischen bewaffneten Kräften aus den äthiopischen Regionen Somali und Oromia zu Konflikten um Grenzverläufe und natürliche Ressourcen. Eine erneute Eskalation der Gewalt in der vergangenen Woche hat nun eine weitere Fluchtwelle ausgelöst.

Nach Angaben der IOM haben fast 11.000 Menschen Zuflucht auf dem weitläufigen Gelände der Oriental Mission Church (OMC) gefunden. Die in Los Angeles ansässige koreanisch-amerikanische christliche Organisation engagiert sich in Kenia in der Missions- und humanitären Arbeit.

Aufnahme durch lokale Gemeinden

Die übrigen rund 25.600 Geflüchteten wurden von Gemeinden entlang der kenianisch-äthiopischen Grenze aufgenommen.

Die IOM arbeitet gemeinsam mit der kenianischen Regierung und dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR daran, Daten über die Vertriebenen zu erfassen und ihren humanitären Bedarf zu ermitteln.

Erste Untersuchungen zeigen einen dringenden Bedarf an Trinkwasser, sanitären Einrichtungen, Unterkünften, lebenswichtigen Haushaltsgegenständen, Nahrungsmitteln sowie medizinischer Versorgung und Schutzmaßnahmen.

Besondere Aufmerksamkeit müsse auch den aufnehmenden Gemeinden gelten, betont die IOM. Diese beherbergen den Großteil der Geflüchteten, obwohl ihre eigenen Ressourcen bereits stark begrenzt sind.