Marokko als neuer Industriestandort von Volkswagen für Afrika und Europa

Marokko als neuer Industriestandort von Volkswagen für Afrika und Europa

Während das südafrikanische Modell an Grenzen stößt, rückt Marokko für Volkswagen als strategische Industrieplattform in den Fokus. Der deutsche Autobauer prüft, Teile seiner afrikanischen Produktionskapazitäten neu auszurichten – vor dem Hintergrund sinkender Nachfrage, begrenzter Produktionsmengen und einer stockenden Umstellung auf Elektromobilität in Südafrika.

Die Fahrzeugproduktion dort stagniert bei rund 610.000 Einheiten jährlich und bleibt damit deutlich unter den nationalen Zielvorgaben. Gleichzeitig ist der Anteil lokal produzierter Fahrzeuge am Binnenmarkt stark gesunken, während Importe dominieren. Die starke Abhängigkeit vom europäischen Exportmarkt und erste CO₂-Strafzahlungen erhöhen zusätzlich den Druck auf das bestehende Modell.

Marokko bietet in diesem Kontext klare Vorteile: eine stabile Energieversorgung, logistische Nähe zu Europa und einen gut etablierten Automobilsektor mit Exportfokus und Offenheit für Elektromobilität. Das Land positioniert sich damit als glaubwürdige Alternative und potenzieller neuer Hub der afrikanischen Automobilindustrie.

Eine Verlagerung von Volkswagen würde den industriellen Wandel in Afrika unterstreichen – und Marokkos Rolle als Schlüsselstandort für internationale Hersteller weiter stärken. (Quelle: industries.ma)